Lawinenalarm am späten Sonntagvormittag in den Tuxer Alpen in Tirol: Im Bereich der Schafseitenspitze wurde ein 63-jähriger Einheimischer von Schneemassen erfasst und Hunderte Meter mitgerissen. Der Tourengeher konnte rasch mit Hubschraubertau geborgen werden. Wie durch ein Wunder überstand er das Unglück unverletzt!
Kurz vor 11 Uhr wurde der Lawinenabgang auf der Schafseitenspitze (2602 Meter, Bezirk Innsbruck-Land) auf Naviser Seite gemeldet. Wie die Polizei inzwischen auf „Krone“-Nachfrage erklärte, sei ein 63-jähriger Tourengeher betroffen gewesen.
Lawine in Steilhang ausgelöst
Der Einheimische habe sich mit seinem Begleiter (64) bereits auf der Abfahrt befunden, als er in einem Steilhang die Lawine ausgelöst hatte. In der Folge sei der 63-Jährige rund 400 Meter mitgerissen worden. „Er wurde bis zur Hüfte verschüttet und konnte sich selbst befreien“, erklärt Polizeisprecherin Julia Plank im „Krone“-Gespräch.
Der Tourengeher wurde bis zur Hüfte verschüttet und konnte sich selbst befreien.

Polizeisprecherin Julia Plank zur „Krone“
Bild: Christof Birbaumer
Bergretter, Hunde und Hubschrauber alarmiert
Sein Begleiter hatte inzwischen Alarm geschlagen. Ein Einsatz wurde sofort in die Wege geleitet. Alarmiert wurden Bergrettung Matrei, Lawinenhunde, die Crew des Notarzthubschraubers Alpin 5 und des Polizeihelikopters Libelle.
Tourengeher mittels Tau geborgen
Gegen 11.20 Uhr konnte bereits wieder Entwarnung gegeben werden. Der Tourengeher konnte mittels Taubergung unverletzt aus dem Gelände zu einem sicheren Platz geflogen werden. Von dort aus flog ihn die Crew der Libelle Tirol ins Tal. Sein Begleiter konnte eigenständig abfahren.
Verbreitet Lawinengefahrenstufe 3
In Tirol herrscht am Sonntag verbreitet Lawinenwarnstufe 3 von 5– also erhebliche Gefahr. Auch in den Tuxer Alpen, wo es zum aktuellen Lawinenabgang kam.
„Lawinen können weiterhin leicht ausgelöst werden. Vorsicht vor Triebschnee und schwachem Altschnee, besonders an steilen West-, Nord- und Osthängen oberhalb der Waldgrenze sowie im Bereich der Waldgrenze. Lawinen können bis auf den Boden durchreißen und mittlere Größe erreichen. Die Gefahrenstellen sind schwer zu erkennen“, so der Lawinenwarndienst.
Die Lawinenverhältnisse würden weiterhin heimtückisch bleiben.
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