Überbordende Bürokratie und Regulierungen, Steuern- und Abgabenlast auf Rekordniveau, hohe Standortkosten etwa hinsichtlich Energie, fehlende Fachkräfte, hohe Lohnkosten, lange Genehmigungsverfahren, Föderalismus bzw. Zuständigkeits-Wirrwarr und Co. – einem Betrieb wird es in Österreich nicht wirklich leicht gemacht, erfolgreich zu sein. Und dennoch zeigen die vorläufigen Zahlen zum Staatshaushalt 2025, woher das Geld kommt: nämlich von den heimischen Unternehmen und deren Beschäftigten.
Im vergangenen Jahr hat der Staat beispielsweise erstmals über 40 Milliarden Euro alleine aus der Umsatzsteuer eingenommen. Das sind ganze 10 Milliarden Euro mehr als noch im Jahr 2019. Ähnlich hoch ist der Anstieg im Bereich der Lohnsteuer. Die Beschäftigten führten hier satte 37,8 Milliarden Euro an den Fikus ab – ein Rekordwert und ein Plus von einem Drittel seit dem Jahr 2019. Das ist umso bemerkenswerter, weil man doch 2022 die kalte Progression (teilweise) abgeschafft hat. Mit knapp 12 Milliarden Euro deutlich höher als noch 2019 ist ebenfalls die Körperschaftssteuer. Und auch die hohe Sparquote freut den Finanzminister. Beachtliche 6,7 Milliarden Euro (mehr als eine Verdoppelung zu 2019) kassierte er an Kapitalertragsteuer (KESt) ein.
Warum das Budget trotzdem nicht saniert ist? Weil der Staat es noch immer nicht geschafft hat, seine Ausgaben in den Griff zu bekommen. Unterm Strich sind im Vorjahr 121,47 Milliarden Euro hinaus geflossen – fast 800 Millionen Euro mehr als 2024. Österreichs Steuerzahler haben somit ihren Beitrag mehr als geleistet, zieht der Bund heuer endlich nach?
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