Kreml außer sich

NATO-Militär erwägt gegen Russland Präventivschlag

Außenpolitik
01.12.2025 14:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Russland zeigt sich nach Äußerungen des obersten NATO-Militärs entsetzt und ortet einen Versuch einer weiteren Eskalation. Indes läuft derzeit in der ukrainischen Stadt Dnipro nach einem heftigen Luftangriff ein Rettungseinsatz.

Admiral Giuseppe Cavo Dragone hatte der „Financial Times“ gesagt, die NATO prüfe eine Verschärfung ihrer Reaktion auf die hybride Kriegsführung Moskaus. In diesem Zusammenhang könne ein „Präventivschlag“ als „Verteidigungsmaßnahme“ betrachtet werden.

Russland verlor daraufhin die Fassung. Dies sei „ein extrem unverantwortlicher Schritt, der die Bereitschaft des Bündnisses zu einer weiteren Eskalation zeige“, wetterte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Montag aufgebracht. „Wir sehen darin einen bewussten Versuch, die Bemühungen zur Überwindung der Ukraine-Krise zu untergraben.“

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa(Bild: AP/Pavel Bednyakov)

Diejenigen, die solche Äußerungen machten, sollten sich der Risiken und möglicher Konsequenzen bewusst sein, auch für die Mitglieder des Bündnisses selbst.

Tote bei russischem Luftangriff auf Dnipro
In dem umkämpften Land geht das Blutvergießen weiter. Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet und mindestens acht weitere verletzt worden. Der Rettungseinsatz laufe, teilte der kommissarische Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Wladyslaw Gaiwanenko, am Montag auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine Tankstelle und ein Unternehmen seien beschädigt worden.

Die Caritas in der Ukraine erwartet eine „Welle von Binnenflüchtlingen“. Dabei werde es nicht allein um die Versorgung mit Essen gehen, sondern auch um Wohnraum, erklärte der Caritas-Direktor in der griechisch-katholischen westukrainischen Diözese Iwano-Frankiwsk, Wolodymyr Chornij, laut Kathpress der „Fuldaer Zeitung“ am Montag. Diese Hilfe sei vor allem für ältere Geflüchtete notwendig, die begleitete Wohnformen benötigen. „Ich gehe davon aus, dass dies eine extrem große Aufgabe sein wird“, so Chornij. Die Caritas sei bei den Flüchtlingen aus dem Osten des Landes oft der erste Ansprechpartner.

Die Folgen nach den Luftschlägen in Dnipro sind enorm.
Die Folgen nach den Luftschlägen in Dnipro sind enorm.(Bild: AFP/HANDOUT)

Rund vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sieht der kirchliche Sozialverband weiterhin enorme Herausforderungen. „In der Ukraine gibt es keine Familie, die nicht direkt vom Krieg betroffen ist“, zeigte sich der Geistliche bestürzt. Er verwies dabei auf verwundete, gefangene oder gefallene Familienmitglieder. „Der Krieg diktiert uns in unserem Land neue Regeln, auf die wir uns nun einstellen und auf die wir reagieren müssen.“

Viele Militärangehörige suchen nach Seelsorge
Große Bedeutung komme seelsorgerischen Gesprächen mit Militärangehörigen des Landes zu. „Meist suchen Soldaten nach dem Gespräch – sowohl an ihren Einsatzorten als auch in der Heimat“, schilderte Chornij. Viele Menschen machten die Erfahrung, „dass sie ihre Heilung bei Gott finden“. Die geistliche Begleitung bleibe deshalb ein Schwerpunkt. Auch Menschen mit russischem Hintergrund suchten oft Hilfe, so der Caritas-Vertreter. In der Ukraine gibt es zwei Caritas-Organisationen, die Hand in Hand arbeiten: die griechisch-katholische Caritas Ukraine und die römisch-katholische Caritas-Spes.

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