Erst vor wenigen Tagen starb der erste Mensch nach einer Vogelgrippe-Infektion. Forschende befürchten jetzt, dass eine neue Pandemie im Anmarsch sein könnte – möglicherweise sogar schlimmer als COVID-19.
Weltweit infizieren sich aktuell Tiere mit der Vogelgrippe, auch Säugetiere. „Was wir fürchten, ist, dass sich das Virus an Säugetiere – und besonders an den Menschen – anpasst“, sagt Marie-Anne Rameix-Welti vom Institut Pasteur in Paris. Denn dann könnte es „übertragbar von Mensch zu Mensch werden und so zu einem Pandemie-Virus“, warnt Rameix-Welti gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters eindringlich.
Das Problem dabei: Die Bevölkerung hat keine Antikörper gegen die sogenannten H5-Viren. Deswegen könnte die Vogelgrippe auch bei gesunden Erwachsenen und Kindern tödlich verlaufen, meint die Forscherin. „Eine Vogelgrippe-Pandemie wäre wahrscheinlich ziemlich schwerwiegend, möglicherweise sogar schwerwiegender als die Pandemie, die wir erlebt haben“, warnt die Expertin. Denn COVID-19 traf eher ältere und vorerkrankte Menschen schwer.
Bisher wenig Infektionen
Vogelgrippe-Infektionen bei Menschen sind bisher selten. Doch erst vor wenigen Tagen ist ein älterer Geflügelhalter mit Vorerkrankungen an dem Virus verstorben. Trotzdem bewerten internationale Experten, wie Gregorio Torres von der Weltorganisation für Tiergesundheit, die Wahrscheinlichkeit für eine Pandemie beim Menschen zurzeit als weiterhin sehr gering.
Besser vorbereitet als bei COVID-19
Die gute Nachricht ist: Sollte sich das Virus dennoch anpassen, ist die Welt heute besser gerüstet. „Der positive Punkt im Vergleich zu Covid ist, dass wir konkrete präventive Maßnahmen haben“, betont Rameix-Welti. Es gibt bereits Impfstoff-Kandidaten, und man weiß, wie man rasch neue Impfstoffe produzieren kann. Außerdem gibt es Medikamente, die gegen das Virus wirken können.

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