Der strengste Winter in diesem Jahrzehnt bisher mit Bibber-Nächten und Dauerfrost am Morgen lässt auch die Energiepreise steigen. Viele drehen die Heizung höher und fragen sich mit mulmigem Gefühl: Kann ich mir das noch leisten? Egal, ob Gas, Öl, Fernwärme, Pellets oder Wärmepumpe – für jedes Grad weniger zahlen wir mehr. Die „Krone“ weiß, wie viel.
General Winter hat uns weiter fest im Griff. Während die vergangenen Jahre etwa in Ostösterreich das Thermometer nicht einmal in der Nacht unter null Grad sank, fegt jetzt die Eispeitsche durch. So ähnlich kalt war es laut Meteorologen zuletzt Ende des vergangenen Jahrzehnts.
Bilder wie in der Arktis: Sogar Eisbrecher unterwegs
Im Wiener Hafen war sogar erstmals seit neun Jahren wieder der Eisbrecher „MS Eisvogel“ auf der Donau im Einsatz. Stolze 80 Tonnen bringt der 32 Meter lange und sechseinhalb Meter breite Schiff auf die Waage. Es zertrümmert das Eis mit der Kraft des Buges und schiebt die Schollen zur Seite. Bis zu zwölf Millimeter dicker Stahl schützt den Rumpf vor den scharfen, harten Eiskanten. Die beiden Dieselmotoren mit insgesamt 520 PS schieben den Koloss im Schritttempo Meter um Meter voran.
Sechs Prozent mehr durch einen Grad weniger
Beim derzeitigen Dauerfrost flüchten sich viele in die warme Stube. Sinkt aber die Temperatur, steigt natürlich im Gegenzug die Energierechnung. Egal, ob mit Gas, Öl, Fernwärme, Pellets oder Wärmepumpe geheizt wird: die Tiefkühler-Temperaturen schlagen sich aufs Geldbörsel nieder.
Als Faustregel von Experten des EVN-Konzerns gilt: Ein Grad weniger treibt die Heizabrechnung im Schnitt um sechs Prozent in die Höhe. Ist es in einem Monat also um fünf Grad kälter, steigen die Kosten um 30 Prozent.
Bei vier Millionen Haushalten läppert sich was zusammen
Die Kosten variieren natürlich stark von der Art der Energieträger, der Quadratmetergröße und wie gedämmt ist. Nimmt man aber eine durchschnittliche Familie, kann es in einer Wohnung zu Mehrkosten von mindestens 30 Euro pro Monat und in einem Haus gar bis zu 50 Euro führen. Bei mehr als vier Millionen Haushalten im Land ergibt das somit gleich Hunderte Millionen Euro!
Angesichts der hohen Energiepreise und der derzeitigen Temperaturen haben wir unsere Leser gefragt, ob sie beim Heizen bereits sparen müssen:
Die Antwort der 14.702 Teilnehmenden bei unserer Frage des Tages vom Donnerstag: 53 Prozent gaben an, sie müssten sich beim Heizen einschränken.
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