Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut Ziel eines russischen Großangriffs geworden. Die ganze Nacht über waren Explosionen zu hören. Mindestens zwei Menschen wurden laut Einsatzkräften dabei getötet und 16 weitere verletzt, darunter auch ein Kind.
Russland habe mit Dutzenden Marschflugkörpern und ballistischen Raketen sowie über 500 Drohnen Wohnhäuser, das Energienetz und kritische Infrastruktur beschossen, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha Samstagfrüh. Während die Welt Friedenspläne diskutiere, setze Russland seinen „Kriegsplan“ fort, der zwei Punkte umfasse: „Töten und Zerstören“, schrieb Sybiha auf der Plattform X (siehe unten).
Kiew ist eines der häufigsten Ziele russischer Luftangriffe. Schon in der Nacht auf Dienstag waren dort laut Bürgermeister Vitali Klitschko bei Attacken mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Hyperschallraketen und Drohnen sieben Menschen getötet worden. Das ukrainische Energieministerium sprach danach von einem „massiven kombinierten Angriff“.
Gespräche über mögliche Friedenslösungen
Aktuell laufen intensive Gespräche zwischen der Ukraine, ihren europäischen Verbündeten und den USA über eine Grundlage für eine mögliche Friedenslösung. Wie ein dauerhaft tragfähiger Kompromiss mit Russland aussehen könnte, ist nach wie vor unklar. In Kiew wird am Wochenende die Ankunft einer US-Delegation unter Leitung des Staatssekretärs Daniel Driscoll erwartet, um die Gespräche zu vertiefen.
Die Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. Gerade nachts attackieren die Angreifer ukrainische Städte immer wieder mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen. Umgekehrt greift die ukrainische Armee als Teil ihres Abwehrkampfes auch Ziele in Russland an, wobei die Opferzahlen und Schäden dort bei weitem nicht solch verheerende Ausmaße erreichen wie in der Ukraine.

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