Das Vermissten-Drama um die 32-jährige Influencerin Stefanie P. ist nach wie vor Gesprächsthema Nummer eins in der steirischen Landeshauptstadt. Das Model war in der Grazer Promi-Szene bekannt und beliebt, alle nehmen Anteil am Schicksal ihrer verzweifelten Eltern. Im Hochhaus, wo die junge Grazerin wohnt, ist die Betroffenheit groß. Ein Lokalaugenschein.
Die Hochsteingasse liegt im Bezirk Geidorf, einem bürgerlichen Viertel der steirischen Landeshauptstadt. Es ist eine ruhige Gegend mit wenig Verkehr und viel Grün, wo sich Familien angesiedelt haben. Schloßberg, Stadtpark, Universität und Wirtschaftskammer liegen nicht weit entfernt, bis in das pulsierende Herz von Graz ist es nur ein Katzensprung.
Hier ist auch Stefanie P. zu Hause, Influencerin und Visagistin, bestens vernetzt und gern gesehen in der Promi-Szene der 300.000-Einwohner-Stadt an der Mur. Als „Makeup-Artist“ und „Singer“ präsentiert sich die junge Frau in sozialen Medien ihren 45.000 Followern. Sie hat eine schmucke Wohnung in einem Hochhausblock, in dem sie mit ihrem Ex-Freund P., einem 31-jährigen Slowenen, seit sechs Jahren lebt; Fotos zeigen sie eng umschlungen mit ihm. Immer mit dabei: Marlow, ihr geliebter Golden Retriever.
Das Trio begrüßt Besucher auf der Türmatte als Comic: „Willkommen bei Stefanie, P. und Marlow.“ Sechs Jahre war sie zusammen mit dem Mann, der auch als Kellner arbeitete, dazwischen immer wieder Trennungen. „On-off“ nennen Bekannte ihre Beziehung.
Jetzt ist Stefanie verschwunden, seit Sonntagfrüh fehlt von ihr jede Spur. Auf der behördlich versiegelten Wohnungstüre klebt ein weißer Zettel, der zu Herzen geht: „Stefi, bitte melde dich! Mama!“ Es ist der verzweifelte Appell einer liebenden Mutter, für die seit Tagen nichts mehr ist, wie es einmal war. Stunden zwischen Hoffen und Bangen, und immer die Frage: Wo ist unsere Tochter?
„Es ist schrecklich, sie tun mir leid“
Im Hochhaus gibt es nur ein Gesprächsthema, seit Kriminalisten Spuren sicherten, Befragungen durchführten. „Die Stimmung ist sehr gedrückt“, erzählt ein Nachbar der „Krone“. „Man merkt, dass sich alle zurückziehen.“ So wie viele hier nimmt er Anteil am Schicksal der Eltern: „Es ist schrecklich, sie tun mir leid.“
Andere Anwohner berichteten der Polizei, sie hätten den Partner der Vermissten zum Zeitpunkt ihres Verschwindens im Haus gesehen und einen lautstarken Streit gehört. Auch dass man den Verdächtigen beobachtet habe, wie er mit einer zusammengerollten, grauen und geschulterten Plane die Wohnung von Stefi verlassen hätte, habe man zu Protokoll gegeben, heißt es. „Alle hoffen jetzt, dass der Fall schnell geklärt wird“, sagt der Nachbar und holt die Post aus dem Briefkasten.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.