Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat eine Untersuchung zur angeblichen Zensur von Kritik an US-Präsident Donald Trump auf der Videoplattform TikTok angekündigt. „Es ist Zeit, Nachforschungen anzustellen“, erklärte der demokratische Politiker am Montag.
Er leite eine Untersuchung ein, „um zu prüfen, ob TikTok gegen staatliche Gesetze verstößt, indem es Trump-kritische Inhalte zensiert“, kündigte Newsom via X an. Zuletzt hatten sich TikTok-Nutzer beschwert, dass die Videoplattform Inhalte zensiere, die Trump im Zusammenhang mit den gewaltsamen Vorfällen in Minneapolis kritisierten.
Beamte der US-Grenzschutzbehörde Border Patrol hatten am Samstag am Rande einer Razzia gegen mutmaßlich illegal in den USA aufhältige Migranten in Minneapolis im Staat Minnesota den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti erschossen.
Das Heimatschutzministerium sprach von „Abwehrschüssen“ eines Bundesmitarbeiters gegen Pretti, der angeblich selbst mit einer Waffe das Feuer habe eröffnen wollen. Videoaufnahmen von dem Vorfall lassen jedoch erhebliche Zweifel an diesen Schilderungen aufkommen.
TikTok macht Stromausfall für fehlende Postings verantwortlich
TikTok-Nutzer, die am Wochenende versucht hatten, Videos zum Tod Prettis zu veröffentlichen, stießen auf Schwierigkeiten und konnten diese mitunter nicht posten. Der Journalist David Leavitt erklärte auf X, TikTok habe begonnen, Inhalte gegen Trump und die US-Einwanderungsbehörde zu „zensieren“.
TikTok räumte die Probleme ein, führte diese jedoch auf einen Stromausfall in einem Rechenzentrum zurück. Am Montagabend teilte das Unternehmen bei X mit, dass es an einer Lösung für dieses „große Infrastrukturproblem“ arbeite. Dem gegenüber stehen allerdings unbestätigte Berichte von Nutzern, denen zufolge gewöhnliche Postings durchaus veröffentlicht wurden.
Bald unter US-Kontrolle
Die Videoplattform TikTok, die in den USA 20 Millionen Nutzer hat, steht künftig unter US-Kontrolle – der chinesische Mutterkonzern ByteDance behält nur 19,9 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.
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