Rutte dämpft Hoffnung

NATO-Chef: Man kann Putin nicht vertrauen

Außenpolitik
26.11.2025 06:59

Laut Washington gibt es nur noch ein paar „heikle, aber nicht unüberwindbare“ Punkte des US-Friedensplans für die Ukraine. Aus Kiew hieß es am Dienstag, man habe eine „Übereinkunft über die wichtigsten Bestimmungen des in Genf ausgehandelten Abkommens erzielt“. Dennoch dämpft NATO-Generalsekretär Mark Rutte die Hoffnung auf einen schnellen Frieden.

„Auf dem Weg zum Frieden sind wir noch längst nicht am Ziel“, sagte der frühere niederländische Ministerpräsident in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) und der spanischen Zeitung „El Pais“. Der Friedensplan von US-Präsident Donald Trump bilde die Grundlage für Gespräche zwischen der Ukraine und den USA und enthalte einige starke, aber auch einige schwierige Elemente, die noch mehr Arbeit und Verhandlungen erforderten. Die jüngsten Gespräche in Genf bezeichnete Rutte als „echten Erfolg“. Sie seien jedoch nur die Grundlage für einen substanziellen Dialog.

Kreml-Chef Wladimir Putin hat die roten Linien seines Landes im Ukraine-Krieg schon mehrmals ...
Kreml-Chef Wladimir Putin hat die roten Linien seines Landes im Ukraine-Krieg schon mehrmals unterstrichen.(Bild: EPA/MIKHAIL METZEL / SPUTNIK / KREMLIN POOL)

Mit Blick auf ein mögliches Abkommen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mahnte Rutte zur Vorsicht: „Wenn man mit ihm einen Deal macht, muss man sicherstellen, dass es in Putins eigenem Interesse liegt, sich daranzuhalten.“ Man könne Putin nicht vertrauen, es sei mehr nötig. Es gehe darum sicherzustellen, „dass Putin nie wieder einen Angriff wagt, weil er genau weiß, dass die Folgen für ihn verheerend wären“.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte
NATO-Generalsekretär Mark Rutte(Bild: AFP/PAU BARRENA)

Rutte: Jeden Monat verliert Russland 20.000 Soldaten
Nach Ruttes Einschätzung verzeichne Russland enorme Verluste, ohne dabei wesentliche Fortschritte zu erzielen. Russland verliere jeden Monat rund 20.000 Soldaten. „Können Sie sich das vorstellen? 20.000 Menschenleben, jeden Monat? Das sind Väter und Söhne, die sterben, ohne nennenswerte Gebietsgewinne zu erzielen“, sagte Rutte dem RND. Insgesamt seien bislang etwa eine Million Russen getötet oder schwer verwundet worden. In diesem Jahr habe Russland nur etwa ein Prozent ukrainisches Territorium eingenommen. Die seit 18 Monaten umkämpfte Stadt Pokrowsk habe Russland noch immer nicht vollständig unter seine Kontrolle bringen können.

 

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