Im Prozess um die „Postenschacher“-Affäre steht heute ein zentraler Moment an: ÖVP-Klubobmann August Wöginger wird erstmals persönlich vor Gericht aussagen. Seine Aussagen werden mit Spannung erwartet, gilt er laut Anklage doch als Schlüsselfigur der mutmaßlichen Intervention.
Vor dem Landesgericht Linz steht Wöginger gemeinsam mit zwei Finanzbeamten. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wirft ihnen vor, einen ÖVP-Bürgermeister parteipolitisch begünstigt und in den Vorstand des Finanzamts Braunau gehievt zu haben. Wöginger gilt laut Anklage als Quelle der Intervention und wird als Bestimmungstäter geführt. Alle drei Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.
Zu Beginn des Verhandlungstages wird zunächst der Zweitangeklagte weiter einvernommen. Der Personalvertreter war Mitglied der Hearingkommission, vor der sich die Bewerber um den Posten präsentieren mussten. Laut Anklage soll er auf Zuruf des damaligen Generalsekretärs im Finanzministerium, Thomas Schmid, den Bürgermeister bei der Bewertung bevorzugt haben.
Anschließend ist Wöginger an der Reihe. Beim vergangenen Prozesstag war er entschuldigt. Heute muss er sich den Fragen des Gerichts stellen – erstmals persönlich im laufenden Verfahren. Das Gericht befragt die Angeklagten getrennt, um sich ein genaues Bild von den Abläufen zu machen.
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