Zum 26. Mal wurde Sonntagabend im Wiener Volkstheater der österreichische Theaterpreis „Nestroy“ vergeben – Publikumsliebling Martin Schwab wurde für sein Lebenswerk geehrt, bester Schauspieler wurde Nils Arztmann, beste Schauspielerin Julia Riedler.
Im November wird in Wien traditionell der Theaterpreis Nestroy vergeben. Im Rahmen einer vom bewährten Duo Nadja Bernhard und Peter Fässlacher moderierten Gala wurden Sonntagabend im Wiener Volkstheater zum nunmehr 26. Mal die nach Meinung der siebenköpfigen Fachjury herausragendsten Leistungen an den österreichischen Bühnen in 14 Kategorien prämiert.
In der Königsklasse „Bester Schauspieler“ machte auch heuer wieder die Josefstadt das Rennen: Nach Claudius von Stolzmann ging die Trophäe in diesem Jahr an den 26-jährigen Wiener Nils Arztmann, der in dem Epos „Das Vermächtnis“ brillierte.
Beste Schauspielerin wurde die 35-jährige Salzburgerin Julia Riedler, die als „Fräulein Else“ am Wiener Volkstheater überzeugte – für ebendiese Inszenierung wurde die Deutsche Leonie Böhm auch mit dem Regie-Nestroy ausgezeichnet.
Ein Nestroy war schon seit längerem beschlossen und bekannt: Die Lebenswerk-Trophäe ging an den 88-jährigen, jung gebliebenen Burgschauspieler Martin Schwab, der sich bei seiner Frau Inga, mit der er seit 65 Jahren verheiratet ist „für ihr Lebenswerk an mir bedankte“. Und das Publikum dankte es mit langen Standing Ovations.
Über den Preis in der Kategorie „Bester Naschwuchs Schauspiel“ durfte sich die 24-jährige Deutsche Pauline Großmann vom Salzburger Landestheater freuen. Der zweite Nachwuchspreis wurde in der Kategorie „Autor:in, Bühne, Kostüm, Regie, Video“ an die Autorin Lena Riemer für „aufstiegskörper. ein fühlversuch.“ vergeben (Theater am Werk in Kooperation mit Wiener Wortstaetten).
Für ihr grandioses Bühnenbild einer steilen Wiese vor Plattenbauten für Franz Molnárs „Liliom“ können Philipp Stölzl, Franziska Harm (Bühne) und Michael Hofer (Licht) die Nestroy-Statuette mit nach Hause nehmen.
Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum: „Die Maschine oder: Über allen Gipfeln ist Ruh“ von Georges Perec und Johann Wolfgang von Goethe, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Beste Bundesländeraufführung: „The Broken Circle“ von Johan Heldenbergh und Mieke Dobbel am Landestheater Linz. Der Nestroy für das beste Stück ging an die Amerikanerin Eve Leigh für „Verbranntes Land (Salty Irina)“, das in der Übersetzung von Henning Bochert am Schauspielhaus Wien gezeigt wurde.
Den Publikumspreis errang Petra Alexandra Pippan, Ensemblemitglied des Tiroler Landestheaters in Innsbruck. Für den Spezialpreis gefiel der Jury „[EOL]. End of Life – Eine virtuelle Ruinenlandschaft“, eine performative Installation in Virtual Reality von DARUM (Victoria Halper und Kai Krösche) für brut Wien. Und die beste Off-Produktion zeigte das Theater Drachengasse mit „Die Düntzer Rhapsodie“ von Ivan Strelkin und Bianca Braunesberger.
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