Auch wenn von der Koalition mit Stocker, Babler und Meinl-Reisinger viele enttäuschter sind, als zu erwarten war: Für alle Probleme in der Wirtschaft kann man jetzt auch nicht der Regierung die Schuld geben. Zahlreiche Versäumnisse liegen schon bei der Wirtschaft selbst. Beispielsweise könnte man, statt wie die Vereinigung der Industriellen nur über hohe Löhne zu jammern, die Zeit besser nützen und so etwas wie ein iPhone entwickeln. Für das Ding legen Millionen Menschen, ohne mit der Wimper zu zucken, 1500 Euro auf den Tisch.
Aber wozu schon über neue Geschäfte nachdenken, wenn es viel einfacher geht? Etwa so wie bei der lustigen Schwester der Industriellenvereinigung, der mit Zwangsmitgliedsbeiträgen finanzierten Wirtschaftskammer. Da erhöht man sich unter dem weltberühmten Multipräsidenten Harald Mahrer gleich einmal selbst die Gehälter um 4,2 Prozent. Motto: Nur weil’s der Wirtschaft schlecht geht, muss ja nicht gleich die Kammer leiden.
Und wem die Inflation die Ersparnisse noch nicht weggefressen hat, der trägt sein Geld nach Peking. So wie der langjährige Benko-Buddy und Neos-Finanzier Hans Peter Haselsteiner. Der mietet jetzt um 70 Millionen Euro chinesische Züge für seine Westbahn an. Bei den Waggons ist übrigens auffällig, dass auf den Decken alle paar Meter Überwachungskameras angebracht sind. Vielleicht können da die Freunde der neuen Supermacht schauen, ob die Pendler pünktlich in die Arbeit fahren?
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