So, 24. Juni 2018

Schimmelpilze

06.12.2005 19:00

Durch verdorbene Nüsse kommen Gifte in Kekse

Da wird Krampus und Christkind schlecht, wenn sie den „Nuss-Report“ der oberösterreichischen Arbeiterkammer-Konsumentenschützer lesen. Von 15 Proben waren nur sieben wirklich einwandfrei. Bei sechs Walnuss- oder Mandelpackerln gab es so viele Schimmelpilz-Gift, dass die Ware teils gesundheitsschädlich war.

„Kaufen Sie am besten ungeschälte Nüsse, die offen an einem trockenen Ort aufbewahrt wurden. Sind die Nüsse im Sackerl eingeschweißt, kann die Feuchtigkeit nicht mehr raus und die Keimzahl steigt rasant an. Besonders anfällig sind geriebene Nüsse“, bringt Konsumentschutz-Chef Dr. Georg Rathwallner das Ergebnis der 15 Stichproben auf den Punkt.

Jene, die offen am Markt erworben wurden, waren mängelfrei. Auffallend ist, dass vor allem jene Nüsse, die aus den USA, Chile, Georgien und Ukraine stammten, bemängelt wurden. Hier wurde vor allem ein viel zu hoher Aflatoxin-Gehalt festgestellt.

Das ist Gift von Schimmelpilzen, das zu Leberschäden führen kann und vermutlich krebserregend ist. Bei einer Probe wurde gar eine fünffache Überschreitung des Grenzwertes gemessen. Da das Gift hitzebeständig ist, wird es beim Keksbacken nicht zerstört.

 

 

Foto: Hronek

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