Hinter dem Zaun beginnt das Unvorstellbare – doch die Tiere schauen weg. Nur das Nashorn wagt den Blick. Jens Raschkes eindringliches Theaterstück „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ erzählt vom Schweigen, vom Hinschauen und von der Frage, was Zivilcourage bedeutet. Die Studiobühne des Landestheaters bietet das Stück für junges Publikum in zwei Varianten an.
Das Landestheater Linz greift noch einmal das Gedenkjahr 80 Jahre Kriegsende und Befreiung vom Nationalsozialismus auf.
Nach „Eichmann vor Gericht“ (bis 9. 11.) und „Die Flucht“ (gerade wiederaufgenommen) wird auf der Studiobühne der Kammerspiele ein Stück für jüngeres Publikum in zwei Varianten präsentiert. „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ von Jens Raschke wurde vielfach ausgezeichnet.
Zootiere schauen über den Zaun
Der Stoff hat eine reale Basis: Man taucht ein in einen Zoo, der direkt neben dem Konzentrationslager Buchenwald lag. Dort lebten Tiere in gepflegten Gehegen, während auf der anderen Seite des Zauns Menschen unter unmenschlichen Bedingungen litten und starben.
Raschke erzählt aus der Perspektive der Zootiere – ein neugieriger Bär, ein zynischer Pavian, ein aufgekratztes Murmeltiermädchen und das titelgebende Nashorn. Im Kern des Stücks geht es um Zivilcourage, Verantwortung, Wegsehen.
Zwei Varianten und gute Vermittlung
Die Variante für ein Publikum ab 10 Jahren dreht sich um menschliches Verhalten im Angesicht von Ungerechtigkeit. Die Variante ab 13 Jahren macht das Grauen der NS-Zeit konkreter.
Regie und Ensemble
Nele Neitzke hat mit Alexandra Diana Nedel, Vinzent Gebesmair, Jakob Schmölzer und Levi R. Kuhr ein präzises, spielfreudiges Ensemble zur Hand, das keine Angst davor hat, Gefühle zu erzeugen und auch auszuleben.
Das Vermittlungsangebot des Landestheaters Linz zum Stück ist sehr umfassend, es gibt auch Materialien und Audioeinführungen für Eltern, Familien und PädagogInnen auf der Homepage.
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