GUTEN MORGEN

Weniger Antisemitismus | Ein bisschen Frieden

Weniger Antisemitismus. Ist das nun Frieden, was gestern im Nahen Osten besiegelt wurde? Beim Friedensnobelpreis war Donald Trump in der Vorwoche noch leer ausgegangen. Aber wenn das, was er hier entscheidend mitgezimmert hat, tatsächlich eine friedliche Ära in dieser blutgetränkten Region einläutet – dann hat sich dieser in vieler Hinsicht so umstrittene US-Präsident alle Auszeichnungen verdient. Wenn wirklich eine ruhigere Phase im Nahen Osten beginnt – wie wird sich das auf Europa, auf Österreich auswirken? Die beste Antwort dazu gab der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz. Er hoffe sehr, dass auch in Deutschland „ein bisschen innenpolitisch wieder Ruhe“ einkehre. Um einen noch wichtigeren Satz anzufügen: „Ich hoffe vor allem, dass sich jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wieder sicherer fühlen, dass auch diese unerträglichen antisemitischen Zwischenfälle der Vergangenheit angehören, zumindest deutlich kleiner werden.“ Eine Hoffnung, die zu teilen ist.

Ein bisschen Frieden… Es gebe keinen Anlass mehr, für Palästinenser zu demonstrieren, präzisierte Merz. Was er für Deutschland sagt, das gilt deckungsgleich auch für Österreich. Kein Anlass mehr für – oft ausartende – Pro-Gaza-Demos auch hierzulande. Eine Rechtfertigung für antisemitische Zwischenfälle hat es ohnehin nie gegeben. Und, gar nicht ganz nebenbei: Die unsägliche Debatte um die Israel-Teilnahme beim Song Contest im Mai in Wien dürfte damit auch beendet sein. Wo wir doch auf das hoffen dürfen, womit eine Deutsche 1982 den ESC gewann: „Ein bisschen Frieden…“

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

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