Debatte um US-Medien

Republikaner Cruz kritisiert „Mafia-Methoden“

Medien
20.09.2025 11:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der einflussreiche republikanische US-Senator Ted Cruz aus Texas hat den Druck auf US-Fernsehsender heftig kritisiert. Die Drohungen des Vorsitzenden der Medienaufsichtsbehörde FCC, Brendan Carr, vergleicht er mit dem Vorgehen von Mafia-Bossen – und schließt sich damit den in einem außergewöhnlichen Schritt den Demokraten an. 

Carrs Drohung, Sendern wegen des Inhalts ihrer Sendungen Geldstrafen aufzuerlegen oder ihre Lizenzen zu entziehen, sei gefährlich, sagte der konservative Senator aus Texas. „Ich muss sagen, das ist wie direkt aus dem Film ,Goodfellas‘“, sagte Cruz in Anspielung auf den Mafia-Film von Martin Scorsese. „Das ist wie ein Mafioso, der in eine Bar kommt und sagt: ,Schöne Bar, die Sie hier haben. Wäre doch schade, wenn ihr etwas zustoßen würde.‘“

US-Präsident Donald Trump wies die Kritik von Cruz, der im Senat die Aufsicht über die FCC leitet, am Freitag im Weißen Haus zurück und nannte Carr „einen unglaublichen amerikanischen Patrioten mit Mut“.

Trump verteidigt seinen Spezi
„Ich bin ein sehr starker Verfechter der Meinungsfreiheit“, sagte Trump. Die US-Sender seien jedoch so sehr gegen ihn eingestellt, dass er sie als einen verlängerten Arm der Demokratischen Partei betrachte. „Sehen Sie, ich persönlich halte das für wirklich illegal“, sagte Trump über intensive Kritik an seiner Regierung. „Das ist keine freie Meinungsäußerung mehr. Das ist einfach Betrug, und sie betrügen.“ Trump hatte bereits am Donnerstag seine Forderung wiederholt, regierungskritischen US-Sendern die von der FCC ausgestellten Lizenzen zu entziehen.

Hintergrund ist die Aussetzung der Talkshow „Jimmy Kimmel Live“. Der zu Disney gehörende Fernsehsender ABC hatte die Sendung abgesetzt, nachdem Carr mit Ermittlungen und regulatorischen Maßnahmen gegen Sender gedroht hatte, die Kimmel ausstrahlen. Auch die Eigentümer von Dutzenden lokaler Fernsehsender, die mit ABC verbunden sind, kündigten an, die Sendung nicht mehr zu zeigen. Trump, der Brendan Carr für den Posten bei der FCC nominiert hatte, begrüßte die Entscheidung.

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