Nahe der ostukrainischen Stadt Pokrowsk spitzt sich die Lage weiter zu. Nach offiziellen Angaben sind dort russische Truppen in großer Zahl zusammengezogen. Die Stadt im Gebiet Donezk gilt als strategisch bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ist seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 immer wieder hart umkämpft. Inzwischen steht Pokrowsk von drei Seiten unter Druck.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Freitag vor Journalisten in Kiew, dass Russland in der Region „bis zu 100.000 Soldaten“ zusammengezogen habe. „Dort findet eine Aufstockung und Konzentration des Feindes statt“, so Selenskyj. Man müsse in jedem Fall mit Offensivmaßnahmen rechnen.
Öffentliche Karten bestätigen starke Konzentration
Zugleich betonte Selenskyj, dass ukrainische Einheiten russische Kräfte aus der nordöstlichen Grenzregion Sumy verdrängen würden. Die aktuell „besorgniserregendste Lage“ sei aber rund um Pokrowsk. Öffentlich einsehbares Kartenmaterial bestätigt eine starke Konzentration russischer Verbände in der Gegend.
Russland erhöht Druck
Pokrowsk hat für beide Seiten hohe Bedeutung: Die Stadt gilt als logistisches Drehkreuz im Osten der Ukraine. Bereits in den vergangenen Wochen war die Region Schauplatz intensiver Kämpfe.
Erst in der Nacht zum Donnerstag war die Ukraine von einer massiven Angriffswelle getroffen worden. Nach Angaben aus Kiew setzte Russland fast 600 Drohnen ein. Allein in der Hauptstadt Kiew kamen dabei mindestens 23 Menschen ums Leben – international sorgte die Attacke für Empörung.
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