31.12.2013 10:00 |

Kürzere Wartezeiten

Ärztekammer von Stögers Plänen wenig überzeugt

Die Ärztekammer ist von der Ankündigung von Gesundheitsminister Alois Stöger, die Wartezeiten für Patienten verkürzen zu wollen, wenig überzeugt. Kammer-Präsident Arthur Wechselberger (Bild) erklärte am Dienstag, die Verpflichtung zur Transparenz bei den Wartezeiten sei ja schon seit 2011 Bundesgesetz. Und: "Die Darstellung der Wartezeit hat mit der Verkürzung ja überhaupt nichts zu tun."
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Wechselberger forderte von der neuen Bundesregierung konkrete Schritte zur Verkürzung von Wartezeiten - und zwar sowohl im Spitals- wie auch im niedergelassenen Bereich. "Die Aufgabe der Gesundheitspolitik wäre es, diese Wartezeiten zu verkürzen, das Operationsangebot zu erweitern - von der Kapazität her." Außerdem müssten Leistungen im niedergelassenen Bereich "erbringbar" gemacht werden, Wechselberger möchte hier etwa die Umsetzung der Schaffung von 1.000 Planstellen.

Wechselberger: "Für Pläne mehr Geld in Hand nehmen"
"Selbstverständlich" müsse man dafür mehr Geld in die Hand nehmen, sagte der Ärztekammer-Präsident. "Man muss Ressourcen bereitstellen, man muss das pflegerische und ärztliche Personal von unnötigen administrativen Aufgaben freispielen", und weitere Kapazitäten im niedergelassenen Bereich schaffen, um die Krankenhäuser zu entlasten.

Das Ziel müsse sein, nicht nur eine Liste zu führen, "wie lange ich wo warten muss" - denn dies halte er "für bescheiden". Vielmehr müsse die Frage lauten: "Wann ist diese Warteliste gegen Null geschrumpft - und welche Maßnahmen muss ich dazu setzen".

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