„Krone“-Kommentar

Schlanker Staat statt Steuerlast

Kolumnen
22.08.2025 06:00
Porträt von Georg Wailand
Von Georg Wailand

Warum die Kosten bei uns so hoch sind? Weil bei uns nicht die privaten Unternehmen florieren, die am meisten Steuern zahlen und gute Jobs bieten, nein, bei uns läuft das anders: Wenn es wo Probleme gibt, dann wird nach dem Staat gerufen. Er soll es dann „richten“. Das ist allerdings die teuerste aller Möglichkeiten.

Wieder einmal machen die Politiker überraschte Gesichter, weil die Inflationsrate bei uns mit 3,6 Prozent so hoch ist. Aber Hand aufs Herz: Ganz so verblüffend ist das nicht. Die Fehler freilich liegen nicht im Jetzt, sondern in den letzten Jahren: Da wurden Milliarden an Förderungen unters Volk verteilt, da wurden Gehaltsrunden im öffentlichen Dienst mit zweistelligen Erhöhungen einfach durchgewunken und haben in vielen anderen Branchen Nachahmung gefunden, da hat man in der Energiekrise dilettiert, von den überfälligen Reformen im Staatshaushalt ganz zu schweigen (Pensionen, Bürokratie etc.).

Bitte anhalten: Die Staatsausgabenquote (Anteil der Staatsausgaben am BIP) liegt bei uns bei 56,3 Prozent – in der Schweiz hingegen nur bei 31,6 Prozent (hat fast keine Inflation).

Wir brauchen jetzt nicht Eingriffe in die Preise, wir bräuchten vielmehr einen schlankeren Staat. Wer über 50 Prozent Staatsquote hat, da beginnt der Sozialismus, hat Ex-Kanzler Kohl einmal gesagt.

Darum: Lieber einen schlankeren Staat als neue Steuern und Eingriffe ...

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