Mo, 20. August 2018

Arabische Sitten

04.12.2013 17:13

Aida köpft Klimts "Kuss" für Filiale am Roten Meer

Die Wiener Café-Konditorei-Kette Aida ist nun auch in Saudi-Arabien vertreten. Unter Berücksichtigung der strengen moralischen Auflagen, u.a. musste das berühmte Gemälde "Der Kuss" von Gustav Klimt um die Köpfe gestutzt werden, verkauft das Traditionshaus seit Kurzem Melange und Sachertorte am Roten Meer.

Die Kette feierte heuer ihr 100-jähriges Bestehen. Rechtzeitig zum Jubiläum soll nun die erste, 500 Quadratmeter große Aida-Dependance außerhalb Europas einen Hauch Wienerisch in die drei Millionen Einwohner zählende Hafenstadt Jeddah bringen. 250 heimische Konditorerzeugnisse werden laut Angaben des Unternehmens angeboten, 25 Mitarbeiter kümmern sich um die Kundschaft, die unter anderem mit "Willkommen in Wien" begrüßt werden soll.

Strenge Auflagen bei Planung und Deko
Um grünes Licht für die Franchise-Filiale in der Star Avenue Mall in der Metropole am Roten Meer zu bekommen, musste die Wiener Konditorei-Kette, deren zuckerlrosa Design längst zum Markenzeichen geworden ist, allerdings bei Planung und Deko strenge Auflagen berücksichtigen.

So musste "Der Kuss" von Gustav Klimt um die Köpfe gestutzt worden. Denn diese Art von Zuneigung dürfe in Saudi-Arabien nicht gezeigt werden, hieß es am Mittwochnachmittag in einer Aussendung. Außerdem war die Errichtung von zwei strikt getrennten Gasträumen nötig - einer für Single-Männer und einer für Frauen und Familien.

Weitere Filialen im Ausland geplant
In Bälde sollen nun zwei weitere Filialen in Saudi-Arabien folgen - eine weitere in Jeddah und eine in der Hauptstadt Riad. Laut Angaben auf der Aida-Website sind zudem weitere Dependancen in Abu Dhabi im gleichnamigen Emirat, Doha in Katar, Dubai, Kuwait, Hongkong und Moskau geplant. In Österreich gibt es aktuell 32 Aida-Cafés.

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