Mo, 20. August 2018

Bei Mäusen klappt es

03.12.2013 14:16

Forscher melden Fortschritt bei "Pille für Mann"

Auf dem Weg zur "Pille für den Mann" sind australische Forscher einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Den Wissenschaftern von der Monash University in Melbourne gelang es bei Versuchen mit Mäusen, zwei für den Transport des Spermas zuständige Proteine auszuschalten. Nächstes Ziel ist es, den genetischen Prozess chemisch nachbilden, um ihn beim Menschen anzuwenden.

Die Proteine jener Muskelzellen, die den Sperma-Transport während der Ejakulation kontrollieren, wurden demnach bei Mäusen genetisch so verändert, dass das Ergebnis eine "vollständige männliche Unfruchtbarkeit" sei, erklärte der Forscher Sabatino Ventura. Allerdings werde bei dieser nicht hormonellen Methode weder die langfristige Lebensfähigkeit der Samen noch die "sexuelle oder allgemeine Gesundheit" der männlichen Nager geschädigt. "Das Sperma ist da, aber der Muskel erhält nicht die chemische Botschaft zum Transport", erklärte Ventura.

"Pille für den Mann" in zehn Jahren marktreif?
Ventura, der für die Studie auch mit Forschern der britischen Universität Leicester zusammenarbeitete, will nun den genetischen Prozess chemisch nachbilden, um ihn beim Menschen anzuwenden. In etwa zehn Jahren könnte es nach seiner Einschätzung so weit sein für die "Pille für den Mann". "Der nächste Schritt ist jetzt die Entwicklung eines oral einzunehmenden Medikaments, das effizient, sicher und leicht umkehrbar ist", schreiben die Forscher in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften.

Bisherige Versuche bei der Entwicklung einer Verhütungspille für Männer waren entweder auf hormoneller Basis oder hatten unfruchtbares Sperma produziert. Solche Methoden können jedoch die sexuelle Aktivität beeinträchtigen und langfristige und potenziell irreversible Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben.

Keine Beeinträchtigung für den Mann
Dagegen zeigte sich Ventura überzeugt, dass seine Methode keine Beeinträchtigungen für den Mann haben werde. "Wenn du ein junger Mann bist und in das Alter kommst, in dem du Kinder haben willst, hörst du auf, (die Pille) zu nehmen und alles sollte in Ordnung sein", sagte der Forscher dem Fernsehsender ABC.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.