"Krone": Ihr Buch wird als Abrechnung mit der Salzburger Politik und dem Bankensystem gehandelt. Werden Sie "abrechnen"?
Monika Rathgeber: Das Buch ist keine Abrechnung, überhaupt nicht, vielmehr eine Schilderung der Ereignisse und Abläufe in der Landesverwaltung in den letzten neun Monaten vor der Pressekonferenz am 6. Dezember 2012. Es handelt von meinen persönlichen Erlebnissen in dieser Zeit.
"Krone": Ein Jahr ist seither vergangen. Wie sehen Sie die Aufarbeitung des Finanzskandals?
Rathgeber: Es wäre gut, das System und die Mechanismen in der Verwaltung so zu verändern, dass Ereignisse wie diese in Salzburg in Zukunft verhindert werden können und kritische Mitarbeiter nicht einfach demontiert werden. Ob es diese Änderungen gibt, kann ich nicht beurteilen.
"Krone": Im Nachhinein betrachtet: Werfen Sie sich selbst Fehler vor, oder hätte es gar nicht so weit kommen müssen?
Rathgeber: Ich habe zweifelsohne selbst auch Fehler gemacht. Vor allem frage ich mich immer wieder, was ich noch hätte tun können, um finanziellen Schaden vom Land Salzburg abzuwenden. Vielleicht erfahre ich das jetzt, wenn auch Dritte das Geschehene nachvollziehen können. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht so weit hätte kommen müssen.










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