Alles neu im Grünmarkt

„Wir sind nicht nur eine Medikamentenabgabestelle“

Oberösterreich
01.07.2025 12:00

Vom Vorzeigeprojekt zum Sorgenkind – der Grünmarkt in Urfahr hat eine bewegte Geschichte voller Rückschläge hinter sich. Jetzt zieht neues Leben ein: Nach über einem Jahrzehnt des Stillstands kommt endlich Bewegung in den Glaspalast. Was steckt hinter dem jüngsten Neustart?

Lange galt der Grünmarkt als Sorgenkind der Stadt – ein „Glaspalast“ mit viel Potenzial, aber ebenso viel Leerstand, geplatzten Träumen und geplatzten Konzepten. Was 2012 mit großen Hoffnungen und einem architektonischen Ausrufezeichen begann, versandete über mehr als ein Jahrzehnt hinweg in halb erfüllten Versprechungen, wechselnden Ideen und einer ausbleibenden Frequenz, die jedes Projekt rasch an die Grenzen brachte.

2011 wurde das markante Glashaus in der Mühlkreisbahnstraße in Urfahr gebaut, 2012 eröffnet. 13 ...
2011 wurde das markante Glashaus in der Mühlkreisbahnstraße in Urfahr gebaut, 2012 eröffnet. 13 Jahre später soll nun endlich alles gut werden.(Bild: Kerschbaummayr Werner)

Doch jetzt, nach 13 Jahren voller Neuanläufe, scheint sich das Blatt endlich zu wenden: Mit dem Einzug der Resch Apotheke sollte das Kapitel der Enttäuschungen abgeschlossen sein. Die traditionsreiche Gesundheitsnahversorgerin – seit mehr als 120 Jahren in Alt-Urfahr verankert – zieht ins Herz des Grünmarkts und bringt nicht nur medizinische Kompetenz, sondern auch Frequenz und Vertrauen mit.

Lebendiger Begegnungsort
„Die Eröffnung der Resch Apotheke am Grünmarkt ist ein wesentlicher Schritt, um den Stadtteil Urfahr noch attraktiver zu gestalten. Mit der Apotheke entsteht ein lebendiger Begegnungsort, der nicht nur die Gesundheitsversorgung stärkt, sondern auch den Wochenmarkt beleben wird. Diese Entwicklung zeigt, wie Nahversorgung und Stadtentwicklung Hand in Hand gehen“, betont SP-Bürgermeister Dietmar Prammer.

Apotheker Michael Pröll mit VP-Stadtvize Martin Hajart (li.) und SP-Bürgermeister Dietmar ...
Apotheker Michael Pröll mit VP-Stadtvize Martin Hajart (li.) und SP-Bürgermeister Dietmar Prammer (re.).(Bild: Kerschbaummayr Werner)

„Ein echter Mehrwert für alle Urfahraner“ 
„Durch den Einzug der Resch Apotheke erhält auch der Grünmarkt Urfahr einen positiven Impuls. Unser Ziel ist es, den Standort nachhaltig aufzuwerten und gleichzeitig den lokalen Handel sowie die Nahversorgung für die Bevölkerung zu stärken. Diese Kombination aus Gesundheit, Gastronomie und regionalem Markt schafft einen echten Mehrwert für alle Urfahranerinnen und Urfahraner“, sagt Marktreferent 

Keine reine Medikamentenabgabestelle
Apotheker Michael Pröll: „Wichtig ist mir als Eigentümer, dass wir nicht als reine Medikamentenabgabestelle gesehen werden, sondern dass die Kunden mit allen Problemen zu uns kommen können. Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und können auch gut abschätzen, ob eine ärztliche Begutachtung zusätzlich nötig ist.“ 

Kommentar
Ein Ort, den man wirklich braucht

Der gläserne Bau, architektonisch ambitioniert und politisch aufgeladen, sollte ein pulsierendes Marktzentrum werden – neben dem Seniorenheim, ohne ausreichend Laufkundschaft, ohne echtes Alleinstellungsmerkmal. Das Resultat: viel Leere, viele Anläufe, viele Enttäuschungen. Bio-Konzept hin, Kochkurs her – was fehlte, war ein Angebot, das regelmäßig gebraucht wird. Mit dem Einzug der Resch Apotheke endet dieses Kapitel. Gesundheit ist – im Gegensatz zum Markt – kein Nice-to-have, sondern essenziell. Medikamente braucht jeder. Es ist eine Rückbesinnung auf echte Nahversorgung – nicht auf dem Papier, sondern im Alltag. Der Grünmarkt wird nun nicht das, was man sich erträumte – aber endlich das, was er sein kann: ein Ort, den man wirklich braucht.

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