Kettensägen-Künstler
Trumps Biker-Boss Chris Cox in Grönland gelandet
Donald Trump schickt seine Kolonisten nach Grönland aus! In Nuuk traf die „Krone“ Biker-Boss Chris Cox, der angesichts der Demos gegen den US-Präsidenten von South Carolina in die Arktis gereist ist. Der „Kettensägen-Künstler“ will mit Vorurteil aufräumen – und er hat neue Annexionspläne dabei.
„Wir haben Respekt vor Dänemark. Soldaten von dort haben mit uns in Afghanistan und im Irak gekämpft. Aber das Land ist nicht fähig, die Küste Grönlands zu überwachen“, bringt es Chris Cox im Gespräch mit der „Krone“ und der dänischen Fernsehstation TV 2 in Nuuk auf den Punkt.
Er sage das bewusst, obwohl oder auch weil Dänemarks NATO-Partner USA mit der Thule-Basis im Norden der größten Insel der Welt einen der wichtigsten Militärbasen nördlich des Polarkreises betreiben. „Wenn die amerikanischen Steuerzahler dafür aufkommen müssen, wollen wir dafür auch entschädigt werden“, fasst der Gründer der Initiative „Bikers for Trump“ mit 400.000 Mitgliedern zusammen.
Eine Annexion Grönlands durch die Vereinigten Staaten könne im Sicherheitsinteresse der Welt deshalb nicht ausgeschlossen werden – freilich nach Rücksprache und voll und ganz im Interesse der hiesigen Inuit-Bevölkerung …
Grönland muss ja nicht gleich unser 51. Bundesstaat werden. Aber als US-Territorium wie Puerto Rico würde ich es schon sehen.
US-Biker-Legende Chris Cox
EU „ohnehin zu schwach für alles“
Er sei aber auch deshalb aus South Carolina angereist, um mit so manchem Vorurteil aufzuräumen. Der persönliche Freund des US-Präsidenten („Ich habe Trumps Handy-Nummer“) sagt zum Beispiel: „Amerika ist kein Tiger, der Grönland als Gazelle sieht.“ Deswegen brauche niemand hier Angst zu haben. Aber er mache sich Sorgen bezüglich China und Russland und wolle deshalb den Einfluss der Staaten in der geopolitisch so wichtigen Arktis verstärken. Und was ist mit der EU? „Die ist ohnehin zu schwach für alles.“
„US-Territorium reicht auch“
Zum Schluss zeigt sich Cox wieder friedlich und verweist auch auf die Tatsache, dass Dänemark schon einmal Land an die USA verkauft hat. 1917 trat die skandinavische Kolonialmacht Dänisch-Westindien für 25 Millionen Dollar den USA ab. Heute sind die Virgin Islands ein sogenanntes „nicht inkorporiertes Außengebiet“ der Vereinigten Staaten. Wie zum Beispiel auch Puerto Rico. Dieses Modell könnte sich Cox auch für Grönland gut vorstellen: „Sie müssen ja nicht gleich unser 51. Bundesstaat werden.“ US-Territorium reiche schließlich auch.
Dann streift sich Cox – gemäß eigenen Angaben ist er im Zivilberuf „Kettensägen-Künstler“ – seine schwarze Lederjacke und die Kuhfellhose zurecht. Er fragt nach einem guten Bier in der Stadt, verabschiedet sich ins „Godthåb Bryghus“ und ward fortan nicht mehr gesehen.

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