Obwohl ihre Mutter Alada bereits ein paar Tage nach der Geburt nicht mehr gesäugt hatte und sie deshalb in menschliche Pflege übergeben wurde, nahm die am 6. Juli geborene Robbe laut dem Tierarzt noch kontinuierlich an Gewicht zu. Außerdem zeigte das Jungtier ein normales Allgemeinbefinden. Am 4. August verschlechterte sich der Zustand von Alada jedoch rapide, nur einen Tag später musste sie eingeschläfert werden.
Das seit Dienstag vorliegende Obduktionsergebnis des Jungtieres zeigte, dass die vier Wochen alte Robbe einen angeborenen, nicht heilbaren Herzfehler hatte. "Leider erinnert der Krankheitsverlauf an das Robbenjungtier 'Diego', das 2011 ebenfalls wegen eines Herzproblems eingeschläfert werden musste. Bereits die Tatsache, dass die Mutter sich nicht mehr um ihr Jungtier gekümmert hatte, könnte das erste Anzeichen gewesen sein", so Balfanz.
Über die mögliche Ursache diskutieren die Fachtierärzte des Tiergartens Schönbrunn nun mit internationalen Experten. Aladas Mutter "Kelo" geht es indes gut und sie befindet sich bei den übrigen Robben.
Zuletzt mussten im Mai zwei der Mähnenrobben in Schönbrunn eingeschläfert werden, da die Tiere an einer Form der Tuberkulose erkrankt waren. Im Herbst vergangenen Jahres starb Robbenweibchen "Enya" an chronischer Herzschwäche.
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