Prozess steht bevor

Schlepper in Kloster: Polizei überwachte Telefone

Österreich
10.08.2013 16:58
Noch bevor die Österreicher am 29. September zu den Wahlurnen schreiten, soll der Prozess rund um die mutmaßlichen Mitglieder einer Schlepperorganisation aus dem Wiener Servitenkloster über die Bühne gegangen sein. Die "Krone" erfuhr aus hohen Justizkreisen: Die Telefone der verhafteten Asylwerber wurden von der Polizei zwei Monate lang überwacht.

"Niemand überwacht monatelang die Mobiltelefone von Verdächtigen, wenn nichts dahintersteckt", erklärt der Justizinsider. "Noch vor den Wahlen soll den Verdächtigen jedenfalls der Prozess gemacht werden." 

Dass die Ermittler auf die Flüchtlinge aus dem Wiener Kloster gekommen waren, ist zudem ein Zufall. Die Ermittler hörten die Telefone mehrerer Mitglieder eines großen internationalen Schlepperinges ab. Im Zuge dessen stießen die Ermittler auf jene drei Verdächtigen, die im Kloster Zuflucht gefunden hatten.

Indes sind weitere Abschiebungen von Flüchtlingen aus dem Servitenkloster nicht in Sicht. Die dafür notwendigen Heimreisezertifikate wurden noch nicht ausgestellt.

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