Von den anfangs knapp 60 Bewohnern befinden sich laut Caritas noch rund 50 in den Klosterräumlichkeiten. Ursprünglich war der Grundversorgungsvertrag für das Servitenkloster bis Ende Juni befristet. Der Fonds Soziales Wien hat aber kürzlich einer Verlängerung bis Ende Juli zugestimmt, um den Umzug in aller Ruhe über die Bühne zu bringen. Jedem Einzelnen werde eine Unterbringungsmöglichkeit angeboten, keiner werde unversorgt auf die Straße gestellt, versicherte Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner.
Umbauarbeiten starten demnächst
Die Umbauarbeiten zur künftigen Bleibe für minderjährige Flüchtlinge sollen in der zweiten Jahreshälfte - also demnächst - beginnen. Wie viele Kinder und Jugendliche dort letztendlich unterkommen können, ist derzeit noch unklar. Fix ist, dass die Votivkirchen-Flüchtlinge noch bis Oktober den sogenannten Theaterkeller des Klosters - dort hielten sie u.a. Pressekonferenzen ab - als Versammlungsort nutzen können.
Die Asylwerber hatten sich im vergangenen Dezember aus Protest gegen das Asylsystem in Österreich in der Votivkirche niedergelassen und stimmten nach mehreren abgelehnten Angeboten von der Kirche, der Stadt Wien, von Hilfsorganisationen und dem Innenministerium dem Servitenkloster als Ausweichquartier zu.
Weiterhin Angst vor Abschiebungen
Auch wenn sich derzeit die Situation entspannter zeigt, leben nach wie vor viele der Flüchtlinge in ständiger Angst, jederzeit abgeschoben zu werden. Die Asylwerber beklagten sich stets, dass sie als "Spielball der Politik" missbraucht würden. Man habe ihnen zwar eine individuelle Prüfung ihrer Asylanträge und Rechtshilfe versprochen, aber stattdessen würden sie von den Behörden unter Druck gesetzt und hätten negative Asylbescheide bekommen, betonten die Sprecher der Flüchtlinge im April und forderten einen Abschiebungsstopp.
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