Um genau 14.55 Uhr betrat ein etwa 1,80 Meter großer Mann, bekleidet mit schwarzer Kapuzenjacke, dunklen Jeans, einem roten Tuch mit weißen Punkten am Kopf und eckiger Sonnenbrille die kleine Filiale im Stadtteil Hötting (Bild). Am Schalter stand eine junge Mitarbeiterin, die zwei Kundinnen betreute. Plötzlich zückte der Mann eine Waffe.
Edmund Wiesbauer vom Landeskriminalamt Tirol (Bild 2, rechts): "Es war eine Glock-ähnliche Pistole." Diese hielt der Räuber der Mitarbeiterin vor das Gesicht und stammelte in gebrochenem Deutsch wenige Worte. Aber er wollte unmissverständlich Geld. Auch die Schalterbeamtin fackelte nicht lange und gab dem Räuber, was er verlangte.
"Wir wurden soeben überfallen!"
Wenige Augenblicke später war der Ganove wieder weg. Seine Spur verlor sich sogleich. Der Überfall ging so schnell, dass der im Hinterzimmer mit Kunden sitzende Filialleiter nichts mitbekam. Er erfuhr erst davon, als die geschockte Mitarbeiterin zu ihm ins Büro kam und sagte: "Wir wurden soeben überfallen!"
Binnen weniger Minuten stand Innsbruck ganz im Banne einer Großfahndung, während sich in der Bank umgehend die Spurensicherung ans Werk machte (Bild 2, links). Es gab Personenkontrollen, Radfahrer und Autos wurden angehalten. Doch vom Täter, der einen auffälligen Silberring am linken Daumen, einen Drei-Tage-Bart trägt und aus Osteuropa stammen dürfte, fehlt bisher jede Spur.
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