Karriere beendet

Für diese Ländle-Helden war 2024 Schluss

Vorarlberg
29.12.2024 08:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Wie jedes Jahr musste sich die Ländle-Sportwelt auch 2024 wieder von erfolgreichen Sportlern und Sportlerinnen verabschieden. Die „Krone“ blickt zurück.

Matthias Graf: Der Dornbirner, der 2021 von den Alpinen zu den Skicrossern gewechselt war, holte sich in seiner ersten Saison die Europacup-Gesamtwertung. Noch fulminanter war sein Weltcupeinstieg. Nachdem er in Val Thorens (Fr) am 8. Dezember 2022 beim Debüt auf Rang acht gefahren war, holte er sich tags darauf den ersten Sieg. Einen weiteren ersten Platz in Innichen (It) ließ er folgen und beendete seine erste Weltcup-Saison auf Rang sieben. Im September 2024 erklärte Graf, der nie einen Konflikt gescheut hatte, seinen Rücktritt, begründete ihn unter anderem auch mit Entscheidungen des Weltverbandes FIS.

Der Weltcup-Sieg in Zauchensee 2017 war Christl Scheyers größter Erfolg.
Der Weltcup-Sieg in Zauchensee 2017 war Christl Scheyers größter Erfolg.(Bild: GEPA pictures)

Christine Scheyer: „Komisch und ungewohnt ist es schon noch“, sagte Christl Scheyer, nachdem sie beim Saisonfinale im März in Saalbach ihren Rücktritt aus dem Skizirkus bekannt gegeben hatte, „aber es ist das Beste für mein Knie. Und darum passt es auch.“ Die Götznerin kämpfte in ihren zehn Jahren im Weltcup mit schweren Verletzungen, kam trotz zwei Kreuzbandrissen immer wieder zurück. In ihren 88 Weltcupeinsätzen fuhr sie 13 Mal in die Top zehn. Zweimal auf das Podest – Rang Zwei holte sie bei der Abfahrt in Courchevel (Fra) im März 2022 und einen Sieg in Zauchensee im Jänner 2017.

Philipp Oswald: Nach über zehn Jahren in den Top-100 der ATP-Doppelweltrangliste zog das Tennis-Ass nun im Juli in Kitzbühel, wo er 2019 einen Sieg feierte, einen Schlussstrich unter seine Karriere. Seit 2010 war Oswald 44 Mal in den vier Grand-Slam-Turnieren auf dem Platz, schlug 2021 bei den olympischen Spielen in Tokio auf und holte im Verlauf seiner Karriere elf Titel auf der ATP- und 35 auf der Challenger-Tour.

Luca Hämmerle: Der Bruder von Alessandro Hämmerle fuhr im Snowboardcross-Weltcup dreimal in die Top zehn. Im Europacup feierte er zwei Siege und holte fünf Podestplätze, in der Saison 2017/18 landete Hämmerle in der Gesamtwertung auf Platz zwei. Im August beendete er seine von Verletzungen geprägte Karriere.

Robert Weber: Nach 20 Jahren im Nationalteam gab die Handball-Ikone im Oktober ihren Rücktritt bekannt – 228 Mal spielte Weber für die ÖHB-Auswahl, erzielte dabei 990 Tore – die zweitmeisten der österreichischen Geschichte. Bei der Weltmeisterschaft 2024 in Deutschland wurde der 38-Jährige ins All-Star-Team gewählt. Für Fides St. Gallen spielt Weber weiter in der zweiten Schweizer Liga.

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