Mord in Wien

Mann (35) lag tot in seiner Wohnung – zwei Festnahmen

Österreich
14.05.2013 21:12
Nach dem Mord an einem 35-jährigen Mann in Wien-Ottakring, der am Montagnachmittag von einem Betreuer tot in seiner Wohnung entdeckt worden war, hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um eine 28-jährige Frau und einen 16 Jahre alten Burschen. Das Opfer wies mehrere Kopfverletzungen sowie Stichwunden auf.

Die beiden Verdächtigen wurden am Dienstag ausgeforscht und konnten am frühen Nachmittag festgenommen werden. Der 16-jährige Daniel R. befindet sich in Haft und hat nach Angaben von Polizeisprecherin Adina Mircioane bei den Einvernahmen ein Geständnis abgelegt. Seine mutmaßliche Mittäterin, die 28-jährige Fedra B., leugnete bisher, am Tod des 35-Jährigen beteiligt gewesen zu sein. Sie wurde nach ärztlicher Untersuchung wieder aus der U-Haft entlassen.

Der 35-Jährige und die mutmaßlichen Täter kannten einander schon länger, alle drei entstammen der Polizei zufolge einem "sozial problematischen Milieu". Kurz vor dem Wochenende dürfte ein Streit zwischen dem Trio in der Wohnung des Opfers in der Sandleitengasse eskaliert sein.

Stichwunden und Kopfverletzungen
Die Bluttat dürfte sich demnach bereits am Freitag ereignet haben. Laut Obduktion wurden dem Opfer mehrere Stichwunden - im Bereich eines Oberschenkels und am Oberkörper - zugefügt, sagte Mircioane. Zudem stellten die Gerichtsmediziner durch Hiebe mit einem stumpfen Gegenstand verursachte Kopfverletzungen fest. Tatwaffen wurden laut der Sprecherin bisher keine sichergestellt. 

Todesursache sei eine durch die schweren Verletzungen verursachte Luftembolie gewesen. Dabei handelt es sich um einen durch das Eindringen von Luft in das Gefäßsystem hervorgerufenen Verschluss eines Blutgefäßes.

Möbelstücke über Leiche aufgetürmt
Der Tote lag im Wohnzimmer auf dem Boden. Über der Leiche waren laut Mircioane Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände aufgetürmt. Zum Opfer selbst gab die Sprecherin bekannt, dass es sich um einen gebürtigen Wiener handelte, der aufgrund einer psychischen Erkrankung Frühpensionist war. Er lebte allein in der Wohnung in der Sandleitengasse. Sein Betreuer habe nicht täglich, aber mehrmals pro Woche nach dem 35-Jährigen gesehen - zuletzt am Montag gegen 16 Uhr.

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