Die Pucher Krampusse sind die älteste Gruppe im ganzen Tennengau. Ihr Jubiläum feiern die finsteren Gestalten ganz traditionell mit ihrem Lauf durch den Ort. Nur ihre 40 Jahre alten Masken bleiben daheim.
„Mit der kannst nicht laufen. Die ist viel zu schwer und massiv“, lacht Marc Hörhager und blickt auf einen der größten Schätze seiner Pucher Krampusse – eine mehr als 30 Jahre alte Holzmaske. Bestens erhalten, kunstvoll verziert. „Der Schädel ist fast so alt wie unsere Pass“, sagt Obmann Hörhager. Die Pucher Krampusse feiern in diesem Advent ihr 40-Jahre-Jubiläum. Damit ist man die älteste Gruppe im gesamten Tennengau.
Beim Jubiläumslauf muss sich niemand fürchten
Die finsteren Gesellen zelebrieren ihren Geburtstag am Donnerstag mit ihrem traditionellen Lauf in der Pucher Leitnerstraße (19 Uhr). „Wir mögen es klassisch, bei uns gibt es keine Absperrungen. Fürchten muss sich trotzdem keiner, es läuft alles gesittet ab“, verspricht der Obmann. Mit seinen Kollegen versucht Hörhager bestmöglich das Brauchtum hochzuhalten. „Besonders schön sind die Hausbesuche mit Nikolaus. Das hat immer ein bisserl was Familiäres, mit den Kindern haben wir viel Spaß“, grinst er.
Hörhager selbst ist bereits seit 2005 Mitglied der Pucher Krampusse. Damals rief man ihn noch „Zwetschgei“, denn: „Ich war mit Abstand der Kleinste von uns allen“, grinst er. Was sich in diesen knapp zwanzig Jahren alles verändert hat? „Zu meinem Start als Krampus haben es viele übertrieben. Es war die Zeit des US-Kinofilms ,Herr der Ringe’ – dementsprechend haben dann auch die Masken ausgesehen“, sagt er. Mittlerweile seien Fantasy-Masken, Krampusse im Rittergewand und Laseraugen allerdings wieder eine absolute Seltenheit. „Und das ist auch wirklich gut so“, muss Hörhager lachen.
Nikolaus Klinger
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