Schaurig-schön! Der Gnigler Krampuslauf lockt jährlich tausende Besucher an – selbst aus dem Ausland. „Für uns ist das ein Pflichttermin“, meinen etwa Royston und Gisela Crittall aus Großbrittanien.
„Diese Tradition gibt es bei uns nicht, das ganze Spektakel ist einfach beeindruckend.“ Vor mittlerweile 19 Jahren besuchte der Brite Royston Crittall erstmals während eines Salzburg-Urlaubs einen Krampuslauf. Zusammen mit seiner Gattin Gisela, einer gebürtigen Deutschen. Sofort hatte ihn das Krampusfieber gepackt. „Mittlerweile sind wir fast jedes Jahr im Advent hier. Wir besuchen Verwandte und immer auch den Gnigler Lauf. Das ist ein Pflichttermin“, lacht das Paar.
Wenig verwunderlich also, dass sich die Crittalls auch morgen, Samstag, wieder unter die Besucher mischen werden. Ab 19 Uhr werden knapp 800 schaurige Gestalten mit ihren Holzmasken von der Turnerstraße über die Linzer Bundesstraße bis zur Schillinghofstraße ziehen. 39 Krampusgruppen haben ihr Kommen angesagt. „Wir haben auch wieder einige Kinderpassen am Start“, freut sich Veranstalter Hans Brugger. Auch die integrative „Jedermann Pass“ ist wieder dabei – es ist damit wohl der größte Krampuslauf in der Stadt Salzburg.
Bis zu 10.000 Zuschauer werden erwartet. Nicht nur Royston Crittall und seine Ehefrau Gisela geben der Veranstaltung einen internationalen Anstrich. „Angemeldet haben sich Reisegruppen aus Tschechien, Ungarn, der Slowakei, der Schweiz und Italien“, sagt Brugger. Und: „Auch Besucher aus Neuseeland und den USA sollten mit dabei sein. Der Krampus fasziniert die Leute einfach rund um die ganze Welt.“
Die Crittalls haben ihre Bekannten jedenfalls längst mit der Begeisterung für den alpenländischen Brauch angesteckt. „Freunde reisen extra aus England für den Gnigler Lauf an. Sie wollen das endlich einmal vor Ort miterleben“, sagt Royston Crittall. Ob er als Brite sich vor den Salzburger Krampussen gruselt? „Ich lebe seit mehr als 20 Jahren mit meiner Frau zusammen – da habe ich vor gar nichts mehr Angst.“
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