SPÖ-Politiker finanzieren Expertentipps bei Problemen mit den eigenen vier Wänden. Die ÖVP sieht Konkurrenz zur Landes-Hotline. Und da man ja in Wahlkampfzeiten kein Streitthema auslässt, wird verbal hin und her geschossen.
Harte Zeiten für Politiker im weiten Land: Immerhin müssen gerade 568 Wahlkämpfe ausgefochten werden. Und welches Thema zieht in wohl allen Gemeinden in Niederösterreich, die ihre Bürger im Jänner zur Stimmabgabe rufen? Richtig, das Wohnen.
Dinge zu kritisieren, ist gut. Zeigen, wie es besser geht, ist besser. Daher spenden wir unsere Gehaltserhöhung.

Sven Hergovich, SPÖ-Landesparteivorsizender
Bild: krone.tv
„Unverschämte Gehaltserhöhung“
Probleme gibt es nach Jahren der Krisen und Teuerungen in diesem Bereich ja allerorts. Und da will die SPÖ das S in Sozialdemokratie plötzlich wieder als Kürzel für Service stehen haben – und startet eine kostenlose Wohnberatung für die Landsleute. „Wir haben uns im Landtagsklub darauf geeinigt, mit einem Teil unserer Gehälter ein SPÖ-Wohn-Telefon zu finanzieren“, verkündet Landesparteivorsitzender Sven Hergovich stolz. Nicht ohne Hinweis auf die „unverschämte Gehaltserhöhung von Mikl-Leitner und Landbauer mitten in der Teuerungskrise“. Geboten werden soll unter Tel. 0664/88 54 00 05 juristische Beratung „zu allen Problemen rund ums Wohnen“, erklärt der rote Wohnbausprecher Christian Samwald. Derer gebe es genug.
Für den uninformierten Landesrat zur Erinnerung: Seit 2005 bietet das Land eine eigene Hotline für Fragen rund ums Wohnen.
Matthias Zauner, ÖVP-Landesgeschäftsführer
„Rote Parallelstrukturen“
Dieses Ansinnen der Sozialdemokraten stößt der ÖVP sauer auf. Seit 19 Jahren gebe es bereits eine „kompetente und kostenlose Anlaufstelle“ für Wohnfragen, kontert Parteimanager Matthias Zauner und fordert: „Hergovich soll lieber in seiner Zuständigkeit als Landesrat die Bauordnung überarbeiten, damit das Bauen wieder leistbar wird.“ Übrigens: Die Wohnbau-Hotline des Landes ist unter Tel. 02742/22 133 erreichbar.
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