Tausende Badegäste fuhren im Sommer an den Attersee, mussten allerdings wieder heimfahren: Weil die Besitzer von Wohnmobilen teils tagelang die Parkplätze direkt am Seeufer als Campingplatz missbrauchten, gab es keine freien Stellflächen mehr. Die Behörde hat jetzt reagiert – und schiebt dem einen Riegel vor!
Wer in den vergangenen Jahren in den Sommermonaten einen Badetag auf einer öffentlich zugänglichen Badefläche am Attersee verbringen wollte, musste Glück haben: Vor allem an den Wochenenden im Juni sowie im gesamten Juli und August über war es für Gäste etwa aus Linz oder Wels ein Roulette-Spiel, einen freien Parkplatz zu ergattern.
Der Grund dafür: Besitzer großer und luxuriöser Wohnmobile oder zu Campingzwecken umgebauten Transportern belagerten in Schörfling, Weyregg und Steinbach die Parkplätze neben dem See.
Auch neuer Radfahrstreifen dient im Sommer als Parkplatz
Damit aber nicht genug: Auch der um viel Steuergeld errichtete Mehrzweckstreifen für Radfahrer und Fußgänger neben der Seeleiten Straße (B 152) musste als Parkplatz herhalten. In der Bevölkerung gab es großen Unmut, jetzt gibt es aber eine fixe Lösung.
Bescheid der Bezirkshauptmannschaft ab 1. Mai gültig
Von 1. Mai bis 30. September – also in der Sommersaison – gibt es jetzt ein nächtliches Parkverbot auf den öffentlichen Parkplätzen entlang des Attersee-Ostufers. Konkret dürfen dort zwischen 23 und 4 Uhr früh keine Fahrzeuge mehr abgestellt werden. Die Tafeln, die schon länger aufgestellt sind, zunächst aber wegen formaler Fehler verhüllt wurden und ungültig waren, weisen nun auf die neue Regelung hin.
Polizei müsste neues Parkverbot in der Nacht kontrollieren
Ob sich die Wild-Camper daran halten werden, wird sich zeigen und auch davon abhängen, ob kontrolliert und gestraft wird. Das müsste die Polizei übernehmen, die am Attersee Posten in Schörfling und Unterach besetzt. Die Bürgermeister hatten seit Jahren eine Regelung gefordert, nun wurde diese auch nach Zustimmung des Landes Oberösterreich umgesetzt.
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