Laut Ressortchefin zählt die Bundeshauptstadt in der diesjährigen Saison knapp 14.000 Baustellen und Aufgrabungen, 690 davon im höherrangigen Straßennetz. Auswirkungen auf den Verkehr haben 378 Bau- bzw. Sanierungsprojekte. Dafür sind rund 121 Millionen Euro budgetiert, wobei etwa 20 Millionen Euro nicht von der Stadt, sondern von externen Auftraggebern getragen werden. Von der Autobahngesellschaft Asfinag kommen noch einmal 54 Millionen Euro.
Starke Nerven am Wiener Gürtel gefragt
Die Großvorhaben im Detail: Teilweise zum Nadelöhr werden in den nächsten Monaten der Hernalser und Währinger Gürtel. Zwischen Alser und Nußdorfer Straße werden schrittweise in die Jahre gekommene Wasserrohre getauscht. Dadurch sind in der Regel nur zwei, abschnittsweise sogar nur ein Fahrstreifen für Pkws frei. Ende August sollten die seit Kurzem laufenden Arbeiten abgeschlossen sein, kündigte Bernhard Engleder, Abteilungsleiter der MA 28 (Straßenbau), an.
Unweit davon wartet auf die Autofahrer schon die nächste Baustelle. Schon seit Herbst 2012 läuft die Großsanierung der Gürtelbrücke, die sich noch bis 2015 ziehen wird. Auch in den Sommermonaten wird es immer wieder zu Fahrbahnsperren bzw. Umleitungen in diesem Bereich kommen.
Großbaustelle Hauptbahnhof sorgt weiter für Behinderungen
Fleißig gewerkt wird zudem im 7. Bezirk. Neben kleinräumigeren Behinderungen auf der Burggasse im Bereich Kirchengasse ist die untere Lerchenfelder Straße bis Höhe Neubaugasse derzeit schon und noch bis Ende Juli potenzielle Stauzone. Infolge von Wasserrohrverlegungen und Sanierungen ist teils nur ein Fahrstreifen offen. Rund um den Hauptbahnhof wird ebenfalls laufend gebaut. Betroffen davon sind bis Jahresende die Arsenalstraße, die Sonnwendgasse und ab 2014 auch die Gudrunstraße.
Sperren und "Fly Over" auf Südosttangente
Was das Wiener Autobahnnetz betrifft, legt die Asfinag auch heuer wieder ihren Schwerpunkt auf die A23, erklärte Gernot Brandtner, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH. Betroffen von Erneuerungen sind dieses Mal die Anschlussstelle Landstraßer Gürtel, die Anschlussstelle Inzersdorf sowie der Knoten Prater.
Während es bei ersteren Projekten zu Verengungen bzw. Sperren kommen wird, soll das letztere Vorhaben - die Sanierung der Dehnfugen - dank "Fly Over", also dank brückenartiger Überbauung des Baustellenbereichs, zu kaum merkbaren Beeinträchtigungen für Autofahrer führen.
Neben der Tangente steht außerdem die Anschlussstelle Kaisermühlen auf der A22, der Donauuferautobahn, auf der To-do-Liste der Asfinag. Diese wird ab Juli bis Ende des Jahres generalsaniert. Teilweise werden Rampen gesperrt, die Donauinsel soll allerdings jederzeit unbehindert erreicht werden können.
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