Der beste Platz für den Nachwuchs ist in den ersten Monaten Mamas Bauch, auf dem es sich das Kleine so richtig bequem gemacht hat. "Neugeborene Faultiere benutzen ihre Mutter das erste halbe Jahr als Hängematte und klammern sich in ihrem kuscheligen Bauchfell fest. Erst danach fangen sie an, selbst auf einem Ast zu hängen", erklärte Direktorin Dagmar Schratter.
Faultier-Paar bei Fortpflanzung äußerst aktiv
Seit rund sechs Jahren leben die Zweifingerfaultierdame und ihr Partner "Einstein" im Vogelhaus des Tiergartens. Auch wenn sie mindestens 14 Stunden am Tag dösen, sind die beiden, zumindest was die Nachwuchsplanung betrifft, äußerst aktiv. Das Junge ist bereits ihr viertes. Schratter: "Alberta ist schon eine erfahrene Mutter. Sie säugt ihr Kleines, putzt es und zeigt ihm, wie man Salatblätter knabbert."
Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch und verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Ihre langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Als Anpassung an diese Lebensweise verläuft der Scheitel bei erwachsenen Faultieren nicht am Rücken, sondern am Bauch. So kann das Regenwasser gut ablaufen.
Die Tiere bewegen sich im Zeitlupentempo. In der Regel gibt es auch keine Veranlassung, sich schneller zu bewegen: Vor Feinden sind die Faultiere bestens getarnt, und ihre Nahrung - Blätter, Knospen und Früchte - läuft ihnen auch nicht so schnell davon.
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