Er wolle „die Welt verbinden“, rühmte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in der Anfangszeit der sozialen Medien die damals so neue Technologie. Heute gelten sie als Hort des Hasses und der böswilligen Einflussnahme auf die Psyche der Massen. Was Zuckerberg als verbindend vermarktete, hat sich zu etwas Trennendem entwickelt. Forscher wissen, woran das liegt – und was man dagegen tun kann.
Laura Marciano forscht an der renommierten Harvard-Universität in den USA zum Thema soziale Medien – genauer gesagt, deren unangenehmen Folgen für die Psyche der meist relativ jungen Nutzer. Mit erschreckendem Ergebnis: Die neue Technologie, die gemäß der Darstellung ihrer Schöpfer verbindet und ein Ort der Debatte sein soll, hat vielmehr eine Generation der Vereinsamten hervorgebracht. Den Beweis erbrachte Marciano im Zuge einer Studie unter 500 Jugendlichen aus den USA, die mehrere Wochen lang dreimal täglich Fragen zu ihrem Social-Media- und Sozialverhalten beantworten mussten. Mehrheitlich gaben die Befragten dabei – trotz dafür eigentlich bestens geeigneter Ferienzeit – an, in der Stunde vor der Befragung mit überhaupt niemandem gesprochen zu haben, weder von Angesicht zu Angesicht noch über die so intensiv genutzten „sozialen“ Medien auf ihren Handys. Warum das so ist – und was man dagegen tun kann? Krone+ hat die Antwort.
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