Die Causa rund um den provisorischen Leiter der Klagenfurter Berufsfeuerwehr, der die Stadt aufgrund von extremen Überstunden bereits einiges an Geld gekostet hatte, sorgt weiter für Wirbel. Nun greift sogar der Bürgermeister durch.
Nach dem „Krone“-Bericht verordnete Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) für den Branddirektor nun sogar einen Überstundenstopp. Laut „Krone“-Recherchen soll es sich um insgesamt 110.000 Euro handeln – dies wird erst jetzt von Scheider nach einer neuerlichen Überprüfung dementiert.
„Die tatsächliche Summe, die an Herrn Schifferl in einem Zeitraum von über drei Jahren ausbezahlt wurde, beträgt 55.000 Euro brutto.“ Den genauen Betrag wird wohl erst eine genaue Überprüfung durch Experten bringen. Günter Bauer hat dies als Leiter des Landesrechnungshofes bereits angekündigt.
Unpassendes Bild durch Überstunden
Fakt ist, dass dies in der derzeitigen Finanzsituation der Stadt – ohnehin – ein unpassendes Bild ergibt. Scheider wurde zudem bereits im September von der Personalabteilung über die extreme Stundenansammlung informiert: „Ich habe verfügt, dass von Schifferl ab sofort keine Überstunden mehr geleistet werden dürfen, das wurde ihm auch schriftlich per Dienstanweisung übermittelt. Außerdem habe ich darauf hingewiesen, dass während seiner Ausbildung die Leitertätigkeiten an seine Stellvertreter zu übertragen sind.“ Branddirektor Schifferl werde außerdem für die Vorbereitungszeit auf seine Prüfung Urlaub in Anspruch nehmen.
Auch SPÖ und ÖVP wollen Klärung
Auch die Klagenfurter SP und VP fordern nun eine umfassende Klärung dieser Causa, daher wird in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch auch ein Dringlichkeitsantrag zur finanziellen Überprüfung der gesamten Berufsfeuerwehr eingebracht.
Dass die meisten Feuerwehrleute über solch ausartende Überstundenentlohnungen sauer sind, ist verständlich. Bei ihnen wird jeder Euro zweimal umgedreht.
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