Sölden ist schon bereit für den Start in den Ski-Winter – und die Stars, die in den Zirkus zurückkehren wollen, sind es auch schon ...
Selbst erfahrene Weltcup-Haudegen aus dem Ötztal können sich nicht erinnern, je solche Bedingungen auf dem Rennhang des Rettenbachferners erlebt zu haben. 100.000 Kubikmeter Schnee hatte man im Frühjahr hoch über Sölden als Depot angelegt – nur 45.000 davon brauchte man jetzt für eine perfekte Piste. Den Rest hat glatt die Natur beigesteuert.
Logisch, dass die gestrige Schneekontrolle nur noch ein Formalakt war. Die FIS-Kontrolleure waren voll des Lobes, die Tiroler stolz – alles ist bereit für die Riesentorläufe der Damen (26.10.) und Herren (27.10.).
Logisch auch, dass die Weltcup-Teams aus aller Welt den Söldener Gletscher für den letzten Feinschliff vor dem kommenden Weltcupstart stürmen. Überall wird trainiert, getestet, getüftelt.
Mittendrin drei Superstars, die die derzeitige Comeback-Welle im alpinen Sport losgetreten haben.
So zeigte Lucas Braathen erstmals seinen neuen Brasilien-Rennanzug, mit dem der ehemalige Slalomweltcup-Sieger aus Norweger in Sölden ins Renngeschehen zurückkehren wird. Und naturgemäß schnelle Schwünge – g’lernt ist eben g’lernt.
So trainierte am Mittwoch dort auch Lindsey Vonn – und bewies, dass sie es mit dem Comeback mit künstlichem Knie echt ernst meint. Heute feiert sie ihren 40. Geburtstag – dann wird weiter trainiert.
Hirscher noch weit zurück
Marcel Hirscher fuhr am Mittwoch die Österreich-Quali mit, lag rund eineinhalb Sekunden hinter der Bestzeit – „hat aber noch brutal viel Luft nach oben“, meinte Raphael Haaser. Noch zögert Marcel mit der Startzusage, Stefan Brennsteiner ist aber sicher: „Er fährt sehr gut Ski, ich rechne voll mit ihm.“
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