„Denkzettel verpassen“
74-Jähriger gesteht Attacke auf SPD-Politikerin
Über vier Monate nach einem tätlichen Angriff auf die SPD-Politikerin Franziska Giffey hat der 74-jährige Angreifer die Tat gestanden. Er habe der Berliner Wirtschaftssenatorin einen „Denkzettel“ verpassen wollen, sagte der Mann zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Berlin.
Giffey habe 20 Jahre lang nicht auf Schreiben von ihm reagiert. Als die Senatorin am 7. Mai die Gertrud-Haß-Bibliothek in Berlin-Rudow besucht habe, sei er auf sie zu und habe ihr seinen Einkaufsbeutel „um die Ohren“ gehauen, Verletzungen am Kopf und am Nacken waren die Folge. Bei der Attacke wurde auch eine andere Frau am Arm getroffen.
Anklage fordert Einweisung des 74-Jährigen
Die Staatsanwaltschaft strebt eine dauerhafte Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Er leide unter einer wahnhaften Störung, so Staatsanwalt Tobias Dettmer. Es bestehe die Gefahr, dass der Beschuldigte weitere erhebliche Straftaten begehe.
Angeklagter sieht sich selbst als „Widerständler“
Der deutsche Mann, der sich vor Gericht als „Widerständler“ ohne Staatsangehörigkeit bezeichnete, war kurze Zeit nach dem Angriff auf Giffey gefasst worden und ist seitdem vorläufig in einem Krankenhaus des Maßnahmenvollzugs untergebracht. Er ist den Ermittlungsbehörden durch zahlreiche Strafverfahren unter anderem wegen Beleidigung bekannt, die wegen Schuldunfähigkeit eingestellt wurden.








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