In Mauerbach testet die Stadt neue Baumsorten in Hinblick auf den Klimawandel. Sie müssen Hitzewellen sowie Schadstoffen standhalten und hübsch aussehen. Was hier gedeiht, ziert künftig und teilweise schon heute die Wiener Straßen und Parks.
Auch wenn es nach dem großen Regen nicht so anmutet. Hitzewellen im Sommer und Trockenperioden werden länger. Das ringt den fast 500.000 Bäumen in der Stadt einiges ab. In Mauerbach im 14. Bezirk betreibt die MA 42 (Stadtgärten) eine Baumschule, die doppelt so groß wie der Stadtpark ist. Hier werden neue Sorten getestet und mehrere Jahre aufgezogen, bevor sie ausgewildert unser Stadtbild und das Klima in Wien prägen.
Die „Krone“ hat sich die Einrichtung im äußersten Westen Wiens angesehen. Groß im Kommen ist die Orientalische Platane, die etwa im 22. Bezirk (Genochplatz, Donaustadtstraße) gepflanzt wird. Sie ist für Plätze und breite Straßenzüge geeignet, erklärt der Leiter der Baumschule, Alexander Stepanek-Voglhuber.
Bei engen Straßen kommt Feldahorn zum Einsatz, der weniger ausladend ist. Feldahorn gehört neben Zierbirne und Zürgelbaum zu jenen drei Sorten, die in den vergangenen Jahren am häufigsten ausgepflanzt wurde.
Die Zahl der Kastanien nimmt ab. In Parks oder in Alleen werde das eine oder andere Exemplar noch ersetzt. Großflächig kommt die Kastanie nicht mehr zum Einsatz, so Stepanek-Voglhuber, seit 35 Jahren Gärtner. Um die Jungbäume fit für die harte Realität zu machen, werden sie in der Baumschule bis zu fünfmal umgepflanzt. Das regt das Wachstum feiner Wurzeln an, was zum Überleben beiträgt.
Wer meint, Wien werde in 20 Jahren südländisch – mit Palmen und Bananensträuchern an jeder Ecke – aussehen, irrt. Diese Exoten gedeihen zwar aber in Mauerbach, aber nur als Hobby der Mitarbeiter. Alex Schönherr
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