Niemals aufgeben. Nie den Mut verlieren: Wenn Katharina lächelt, geht die Sonne auf. Ein Lächeln, das direkt aus ihrer Seele zu kommen scheint. Ein Lächeln, das mehr über ihr Ich aussagt als jede noch so dramatische Diagnose. Die heute kerngesunde 18-jährige Frau war zehn Jahre alt, als der heimtückische Tumor in ihrem Zentralnervensystem ausbrach.
Ependymom im Rückenmark, Überlebensrate: 55 Prozent. Eine Wahrscheinlichkeit, fast wie bei einem Münzwurf. Zuerst der Schock, dann der Wille zum Überleben. Katharina wurde noch rechtzeitig operiert, war insgesamt zunächst rund drei Wochen im Krankenhaus. Dann schien es überstanden. Der Albtraum beendet. Doch so schnell ließ sich dieser Schlag des Schicksals nicht überwinden.
"Ich wusste, dass es diesmal auch schiefgehen kann"
Ein Jahr später tauchten die Metastasen auf. Der Leidensweg des tapferen Mädchens mit all dem Hoffen und Bangen, den Tränen, aber auch der Zuversicht, es schaffen zu können, ging wieder von vorne los. Achterbahn der Gefühle. In einem Alter, in dem Teenager eigentlich eine unbeschwerte, fröhliche Zeit erleben sollen, hieß es für die damals Elfjährige, noch einmal ihre ganzen Mut, ihre Kraft und ihr Vertrauen in ein gutes Ende in die Hand zu nehmen. Statt harmlose Freuden des Erwachsenwerdens zu genießen, ins Kino oder auf erste coole Partys zu gehen, hieß es für Katharina wieder zurück auf die Krebsstation.
Kämpfen ums Überleben, stärker zu sein als der Tod. "Ich hatte dann sechs Wochen lang eine Strahlentherapie, zu der mich meine Eltern zweimal täglich ins AKH begleiteten. Ich wusste, dass es diesmal auch schiefgehen kann", schildert die heute 18-Jährige. Eine alles abverlangende Therapie. Dazwischen "Harry Potter", Pausentratsch im Schulhof und Hausaufgaben.
Kurz verschwindet das sanfte Lächeln aus ihrem Gesicht. Klinik als Alltag. Dann der nächste Schock für das bildhübsche Mädchen: Alle Haare fallen aus. Binnen kürzester Zeit verliert die ohnehin zarte Katharina noch zehn Kilogramm an Gewicht. Halt gibt vom ersten Tag an die Zuversicht ihrer Familie. Und die beste Freundin, die sie nie im Stich lässt. Das kleine Kätzchen "Momo", das sich an ihre Seite schmiegt, wenn sie erschöpft im Sofa ruht.
"Bin froh, dass alles gut ausgegangen ist"
Ablenkung liefern Bücher, Computerspiele, Castingshows. So wie im Fernsehen sollte ihr Leben doch aussehen, und ganz anders ist es. Wird es überhaupt weitergehen? Quälende Gedanken. "Heute weiß ich, man darf niemals aufgeben, nie den Mut verlieren", erklärt Katharina. Da ist es wieder, das Lächeln der Siegerin. Nach dem Triumph über den Tumor schließt Katharina die Schule ab. Holt Versäumtes nach. Geht begeistert Klettern, trifft sich mit Freunden. Denkt an Bungee-Jumping. Was soll jetzt noch schiefgehen? Hat sie eine andere Einstellung zum Leben als Gleichaltrige? Gibt es Einschränkungen? Katharina winkt ab. "Ich bin froh, dass alles gut ausgegangen ist. Blutspenden darf ich halt nicht", so die junge Frau.
Im Moment lernt sie für das Holztechnik-Kolleg an der HTL Mödling in Niederösterreich. "Danach möchte ich hinaus in die Welt, ohne viel die Zukunft zu planen. Mit Holz arbeiten nach Kanada - egal, ob auf Urlaub oder beruflich", so das Mädchen vom Krebs-Plakat.
Mit der Werbeaktion unterstützt Katharina die St.-Anna-Kinderkrebsforschung, die sich großteils aus Spenden finanziert, um die Heilungsraten von Krebs weiter zu verbessern - in enger Zusammenarbeit mit dem St.-Anna-Kinderspital: Bank Austria, BLZ 12000, Kontonummer: 0065 6166 600.
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