Der Katastrophenfonds soll auf eine Milliarde Euro aus dem bestehenden Budget aufgestockt werden – „zu Lasten der Ertragsanteile des Bundes“. Bisher standen 600 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.
Nach den schweren Unwettern am vergangenen Wochenende wurden in der Bevölkerung die Rufe nach einer Aufstockung des Katastrophenfonds immer lauter. Heftige Stürme und Überschwemmungen haben in mehreren Regionen massive Schäden verursacht. Manche Menschen haben in den Fluten alles verloren, Betroffene fordern nun schnelle und ausreichende Unterstützung, um den Wiederaufbau zu bewältigen.
In Anbetracht des Ausmaßes der Schäden und der wachsenden Besorgnis über künftige Wetterextreme hat die Regierung nun beschlossen, den Katastrophenfonds jährlich um rund 400 Millionen Euro aufzustocken.

Bundeskanzler Karl Nehammer: „Österreich steht in schwierigen Zeiten besonders zusammen. Der Katastrophenfonds wird daher auf eine Milliarde aufgestockt. Der bestehende Wohnschirm wird umgestaltet und für besondere Härtefälle, die von der Katastrophe betroffen sind, erweitert. Damit werden jene unterstützt, die vorübergehend oder für längere Zeit ihr Zuhause nicht bewohnen können.“
Es sollen sowohl Schäden von Privatpersonen als auch Unternehmen ersetzt werden. Auch Mittel für beschädigte Infrastruktur von Gemeinden und Bundesländern werden damit bereitgestellt, hieß im Rahmen der Pressekonferenz, die Nehammer gemeinsam mit Vizekanzler Werner Kogler hielt. Vorschüsse würden in Härtefällen ebenfalls gewährt.
Die zusätzliche Mittelzufuhr soll sicherstellen, dass die betroffenen Gemeinden und Haushalte rasch und unbürokratisch Unterstützung erhalten. Auch ist diese Maßnahme nicht nur eine Reaktion auf die letzten Unwetter, sondern auch ein notwendiger Schritt, um in Zukunft für derartige Katastrophen besser gerüstet zu sein.
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