Zigtausende wollten heute in Dirndl oder Lederhose nach Graz strömen, um dort unbeschwert das „Aufsteirern“, das größte Fest der Volkskultur in Österreich zu feiern. Es fällt ins Wasser – abgesagt wie Hunderte kleinere und größere Feste, Erntedankfeiern, Wallfahrten, Almabtriebe. Selbst die Starnacht aus der Wachau, die erst kommenden Samstag über die Bühne gehen sollte, wurde schon abgesagt. Die ÖBB warnen, man möge auf Bahnfahrten verzichten, am Freitag kam von vielen Seiten der Rat, man solle im Homeoffice bleiben. Und in Wien empfahl man gar: „Unnötige Wege vermeiden!“ Der Schnee liegt bereits in der ersten Septemberhälfte bis in Tallagen, nachdem kurz zuvor noch mehr als 30 Grad gemessen wurden. Kann noch irgendjemand daran zweifeln, dass die Wetterextreme extrem zugenommen haben?
Nur heiße Luft. Ja, das Wasser steht uns bis zum Hals. Umso wichtiger, auch den drastisch voranschreitenden Flächenfraß, die Bodenversiegelung endlich zu bremsen. Damit beschäftigen wir uns in der „Krone“ seit langem. So erinnern wir in unserer Sonntags-Ausgabe an das von Hans Dichand angestoßene Bauernmanifest. Derzeit setzen wir uns mit dem Bodenfraß schwerpunktmäßig im Rahmen unserer Initiative „Die Stimme Österreichs“ auseinander. Da kritisiert etwa Greenpeace-Chef Alexander Egit das zügellose Spekulantentum und Agrarminister Totschnigs vorgelegte Bodenschutzstrategie: „Ein zahnloser Papiertiger! „Wieder einmal wurde eine nicht verpflichtende Strategie beschlossen.“ Die Bodenversiegelung eindämmen: ein elementares Anliegen der Österreicher. Die Politik aber hat da bisher kaum mehr als heiße Luft produziert. Freilich nicht nur dabei…
Kommen Sie gut durch den Sonntag!
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