Fulminanter Auftakt des Neustifter Kirtags: Die erhöhte Terror-Gefahr konnte der Stimmung am Volksfest nichts anhaben. Die „Krone“ war vor Ort und begleitete den traditionellen Aufmarsch im Westen der Stadt.
Vier Tage lang herrscht im beschaulichen Weinort Neustift am Walde wieder Ausnahmezustand. Wiens größtes Kirtagsspektakel geht über die Bühne. Mit viel Altbekanntem, wie dem feierlichen Umzug der Hauerkrone, die im Laufe des Kirtags täglich in zahlreichen Heurigen Halt macht. Aber auch Neues steht am Programm.
Die queere Veranstaltung von Drag Queen Candy Licious sorgte schon im Vorfeld für Wirbel. Besucher müssen sich auch auf ein erhöhtes Sicherheitskonzept einstellen, immerhin ist der Kirtag nach dem Donauinselfest die größte Gratis-Freiluftveranstaltung in Wien. Es gibt Taschenkontrollen, Drohnen und Securitys an den Eingängen des Geländes sowie in den Heurigen.



Wir waren am Eröffnungstag vor Ort und haben uns das angesehen. Beim Heurigen Wolff haben sich schon nachmittags viele junge Leute eingefunden. „WIch bin zum ersten Mal hier, erhöhte Sicherheitskontrollen sind mir aber nicht aufgefallen, meine Tasche wurde nicht kontrolliert“, sagt Lisa Kargl. Sicher fühle sie sich dennoch am Kirtag. Und was sagt sie zu den Preisen? „Es ist schon teuer, aber das ist man mittlerweile von der Nachtgastronomie gewöhnt“, so die Schülerin.
Langos & Co. „brennen“ tiefes Loch ins Geldbörsel
Wir haben uns die Preise näher angeschaut, vor allem bei den Marktständen werden zum Teil dreiste Preise verlangt. Eine Waffel kostet stolze 8,80 Euro. Ein Langos mit Käse 9 Euro. Aber auch bei den Heurigen selbst wird an den Kirtagstagen einiges aufgeschlagen. Ein Spritzer kommt auf 3,60 Euro und ein Liter Wein auf 28,80 Euro. Die Trinklaune trübt das aber bei den wenigsten. „Ich habe mir die Preise noch nicht angeschaut, aber billig ist es sicher nicht. Aber ich bin darauf eingestellt“, sagt Besucher Leon Karbeck.
In Zeiten des Wahlkampfes statten auch viele Politiker dem Kirtag einen Besuch ab. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte sich angekündigt, sich dann aber doch durch die Wiener Landesparteisekretärin Barbara Novak vertreten lassen. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) machte einen kurzen Abstecher, bevor er zum Coldplay-Konzert weiterzog. Auch die Spitzen der Wiener Parteien ließen sich blicken: Christoph Wiederkehr (Neos), Karl Mahrer (ÖVP) und Dominik Nepp (FPÖ) waren ebenfalls vor Ort.
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