4600 Euro Mindestsicherung für eine syrische Großfamilie – dafür hat Wiens Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) viele Erklärungen. Mit dabei: eine Frontalattacke auf den Chef des AMS.
„Krone“: Herr Stadtrat, ohne Arbeit erhält eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien mit sieben Kindern 4600 Euro, eine andere mit acht Kindern mehr als 5000 Euro. Dazu kommen die Kinderbeihilfe von 132 bis 191 Euro pro Kind und andere Steuererleichterungen. Es gibt Wohnbonus, Energiebonus, Schulstartgeld, immerhin 116 Euro pro Kopf. Und eine Reihe von Ermäßigungen wie Befreiung von der Rezeptgebühr und vom ORF-Beitrag sowie Preisnachlässe bei den Bädern, den Wiener Linien und vieles mehr. Erklären Sie das bitte einer arbeitenden Familie des Mittelstandes, die gerade einmal so über die Runden kommt, aber dieses System mitfinanzieren muss.
Peter Hacker: Diese Spielregeln gelten für alle in unserer Stadt. Wir reden nicht über eine Einzelperson, sondern über eine Familie, die aus neun Personen besteht. Das sind rund 500 Euro pro Person. Wenn eine Arbeiterfamilie sieben Kindern hat, dann kriegt sie auf Punkt und Beistrich genau die gleiche Unterstützungsleistung. Das ist selbstverständlich. In diesem medialen Wettbewerb wird aktuell versucht, die Armutsbekämpfung noch weiter nach unten zu schrauben. So, als ginge es uns allen besser, wenn’s den Armen noch schlechter geht.
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