Seit dem dritten Verschwinden am 17. Dezember im Bezirk Kirchdorf - es dauerte mehrere Stunden, bis das Kind in der Toilette eines Geschäftes, unweit ihres Elternhauses, gefunden - besteht Kontakt zwischen der Familie des Mädchens und dem Jugendamt. "Es war wichtig, die Betroffenen zur Zusammenarbeit zu gewinnen", betonte Hametner.
Es habe zwar immer wieder Streit zwischen der Zehnjährigen und ihren Eltern gegeben, sie sei aber auch ohne erkennbaren Anlass ausgerissen. Begründen könne das Kind sein wiederholtes Verschwinden nicht. Die Behörde will die Probleme nun genau analysieren - gemeinsam mit der Familie, aber auch mit dem Umfeld der Schülerin. Zur Beurteilung der Situation werden auch Gespräche mit ihren Lehrern geführt.
"Je öfter das passiert, desto schwieriger"
Die Jugendwohlfahrt bleibt so lange involviert, bis sich die Lage gebessert hat. Sollte es dazu nicht kommen, wäre die allerletzte Möglichkeit eine Kindesabnahme. Auch wenn man es nicht ausschließen könne, hofft Hametner, dass das Mädchen nicht mehr davonläuft. "Je öfter das passiert, desto schwieriger wird das Ganze."
Bezirkshauptmann Dieter Goppold sorgt jedenfalls vor: Er hat für 29. Jänner einen Runden Tisch mit Vertreten von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz, der Gemeinde, in der die betroffene Familie wohnt, und der Jugendwohlfahrt einberufen. Dabei soll die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und der Behörde optimiert werden.
Pensionist schoss auf nach Kind suchende Feuerwehrleute
Bei der bisher letzten Suche nach dem Kind kam es übrigens auch zu einem gefährlichen Zwischenfall: Ein 67-jähriger Pensionist schoss - wie berichtet (siehe Infobox) - auf seinem abgelegenen Grundstück aus Furcht, wie er später sagte, auf drei Feuerwehrmänner. Sie blieben unverletzt.
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