Gerry Fleming spielte in der NHL Eishockey, studierte Soziologie und Psychologie und ist der neue Headcoach der Vienna Capitals. Bevor der Kanadier Anfang August bei den Caps seine Arbeit aufnimmt, plauderte er mit der „Krone“ über seine beachtliche Fitness, Estland und Phil Lakos.
Anfang August geht es bei den Eishockey- Cracks der Vienna Capitals mit den Eistrainings los, beginnt nach der letzten „Seuchensaison“ der Neustart in Kagran. Seit gestern ist der Kader von Headcoach Gerry Fleming komplett.
„Ich denke, dass wir eine gute Mischung haben. Wichtig ist, dass jeder einzelne Spieler hier ist, weil er hier sein will, für Wien spielen will, nicht, weil er keine andere Option hatte“, betont der 56-Jährige.
Der körperlich wohl der Fitteste seiner Zunft in der ICE Hockey Liga ist: „Als Spieler habe ich wie ein Verrückter trainiert, so hart bin ich heute nicht mehr, aber ich mache Calisthenics und ich fahre leidenschaftlich gerne mit dem Rad.“
Das tut er auch mit seiner Frau Mari, einer TV-Journalistin und -Produzentin aus Estland. „Wir haben uns in einem Restaurant in Berlin kennengelernt“, schwelgt Fleming in Erinnerungen. Auch sportlich. Schließlich endete seine Zeit als Assistant-Coach der Eisbären Berlin 2021 mit dem Titel in der deutschen DEL. Headcoach war damals sein kanadischer Landsmann Serge Aubin. Der wiederum führte die Caps 2017 zum Titel.
Nicht der einzige Berührungspunkt von Fleming mit den Kagranern. Schon 2002 coachte er – wenn auch nur für vier Partien – bei den Florida Everblades die heutige Caps-Legende Phil Lakos. „Phil kann froh sein, dass wir ihn damals rausgeworfen haben. So hatte er eine echt tolle Karriere hier in Wien“, scherzt Gerry. In Florida besitzt Fleming aus dieser Zeit ein Haus. „Dort habe ich die Weltmeisterschaft im Fernsehen verfolgt. Auch das Spiel Kanada gegen Österreich.“
Ähnliche Leidenschaft möchte der Coach auch bei seiner neuen Truppe sehen, die mit dem 29-jährigen Offensivverteidiger Willie Raskob (US) nun komplett ist.
Der studierte Soziologe und Philosoph setzt neben erfahrenen Spielern („Viele, die wir geholt haben, waren Kapitäne oder hatten eine andere Führungsrolle“) auch auf die Wiener Talente: „Ich habe auch in meiner Heimatstadt Montreal gespielt. Ich weiß, was es heißt, wenn du für deine Stadt spielst!“
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