Fr, 21. September 2018

Britische Studie

20.12.2012 10:00

Pop-Solokünstler sterben früher als Band-Mitglieder

Erfolgreiche Rock- und Popstars, die als Solokünstler unterwegs sind, sterben weit häufiger in jungem Alter als ihre Kollegen in erfolgreichen Bands. Dies geht aus einer Studie hervor, die das "British Medical Journal" am Mittwoch online publiziert hat. Vermutlich, so die Forscher, ist die Unterstützung durch Bandkollegen für den Unterschied verantwortlich.

Für die Studie haben die Wissenschaftler die Biografien von fast 1.500 Musikern in Nordamerika und Europa zwischen 1956 und 2006 ausgewertet, von denen 137 (9,2 Prozent) starben. Sowohl in Nordamerika als auch in Europa waren fast doppelt so viele Solokünstler (im Bild die 2011 verstorbene Sängerin Amy Winehouse) unter den Toten wie Bandmitglieder.

Unterstützung durch Bandmitglieder
Die Autoren der Studie vermuten, dass die Unterstützung, die Bandkollegen bieten können, für den Unterschied verantwortlich ist. Die Verstorbenen, Solo- und Bandkünstler, erreichten im Schnitt ein Lebensalter von 45 Jahren in Amerika und 39 in Europa.

Im Vergleich zur Normalbevölkerung hatten die Stars bis 25 Jahre nach dem Moment, als sie berühmt wurden, schlechtere Karten bei der Lebenserwartung. Anschließend näherte sich die Lebenserwartung zumindest für europäische Stars wieder den Durchschnittswerten an.

Auch ethnische Herkunft spielt eine Rolle
Geschlecht und Alter zum Zeitpunkt des Ruhms spielten keine Rolle, wohl aber die ethnische Herkunft: Weiße starben im beobachteten Zeitraum seltener. Außerdem hatten die Stars, die nach 1980 berühmt wurden, bessere Überlebenschancen.

Von den Musikern, die als Folge von Drogen, Alkohol oder Gewalt starben, hatte fast die Hälfte eine schwierige Kindheit, wie die Wissenschaftler aufgrund von biografischen Angaben ermittelten. Eine Karriere im Musikgeschäft sei möglicherweise attraktiv, um einer schwierigen Kindheit zu entfliehen, doch der Lebensstil eines Stars könne auch Probleme verschärfen, schreiben die Autoren um Mark Bellis von der Liverpool John Moores University.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.