Fr, 21. September 2018

Prozess in Kärnten

11.12.2012 15:16

Drei Kilo Kokain geschmuggelt: Sextett verurteilt

Zu mehrjährigen Haftstrafen sind am Dienstag sechs Angeklagte in einem Drogenprozess am Landesgericht Klagenfurt verurteilt worden. Die Männer aus Österreich, Albanien, dem Kosovo und Belgien wurden für schuldig erkannt, drei Kilogramm Kokain nach Österreich eingeführt zu haben. Außerdem haben sie einem verdeckten Ermittler 25 Kilogramm Cannabis angeboten. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Am 30. April hatte die Polizei in Villach und Velden zugeschlagen: Drei Kilogramm Kokain "bester Qualität" - kolportierter Wert: 500.000 Euro - wurden sichergestellt, die sechs Angeklagten verhaftet. Nun wurden sie zu Strafen von vier, fünf bzw. sechs Jahren verurteilt.

Richterin Sabine Roßmann und die Schöffen hatten sich von den sechs Männern allerlei anhören müssen. Teilweise belasteten sich die Männer gegenseitig, widersprachen sich selbst und einander, bezichtigten sich untereinander der Lüge und gaben nur zu, was man ihnen nachweisen konnte. Sie gaben an, von den anderen Angeklagten bzw. von einem ominösen "Toni", dessen Nachnamen niemand nannte, zu dem Deal gedrängt worden zu sein.

Fünfeinhalb Kilo Koks per Scanner in Auto gefunden
Laut der Aussage eines Ermittlungsbeamten im Zeugenstand sind im Auto eines der Angeklagten, das beschlagnahmt worden war, Monate später mithilfe eines Scanners des Zolls weitere fünfeinhalb Kilogramm Koks gefunden worden.

Suchtgiftermittler und Diensthunde hatten bei der Beschlagnahmung des Fahrzeugs im April das Auto durchsucht, dabei jedoch nichts gefunden. Um aber sicher zu gehen, dass sich nicht noch weitere Drogen in dem Wagen befinden, wurde ein mobiler Scanner angefordert. Bis zu dessen Verfügbarkeit vergingen einige Monate. "Da die Verdächtigen in Untersuchungshaft saßen und das Auto beschlagnahmt war, herrschte keine Eile", so Polizeisprecher Rainer Dionisio.

Ein halbes Jahr nach dem Zugriff in Villach machten die Ermittler dann den Drogenfund. "Die Päckchen waren in Plastik und im Auto eingeschweißt", so der Polizeisprecher, wo genau das Versteck war, wollte Dionisio nicht sagen. Nur so viel: "Die haben einen Hohlraum aufgeschweißt, die Päckchen hineingegeben, zugeschweißt und original drüber lackiert."

Die Drogen werden aller Voraussicht nach Anlass zu einem weiteren Prozess in der Causa sein.

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